Kriminalität in Dresden sinkt, aber es gibt mehr Gewalt
In Dresden ist die allgemeine Kriminalität im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Laut Polizeistatistik gab es insgesamt 42.000 Straftaten, die Aufklärungsquote erhöhte sich auf 55 Prozent.
Es gab zum Beispiel weniger Diebstähle und weniger Rauschgiftdelikte. Einen Anstieg verzeichnet die Polizei allerdings bei der Gewaltkriminalität und bei Raubstraftaten.
Körperverletzungen stehen ganz oben auf der Liste
Bei der Gewaltkriminalität gab es laut Polizeistatistik im vergangenen Jahr etwa 130 Fälle mehr als im Jahr zuvor. Reichlich zwei Drittel davon waren gefährliche und schwere Körperverletzungen. Dahinter stehen 1.300 Straftaten - das ist die höchste Zahl in den vergangenen zehn Jahren. Etwa die Hälfte der Täter sind Ausländer, die andere Hälfte Deutsche.
Das gilt auch für Raubstraftaten, wo es ebenfalls einen Anstieg gibt, und zwar um elf Prozent. Besonders erschreckend: hier sind unter den Tätern 55 Heranwachsende, 96 Jugendliche und 29 Kinder.
„Die aktuelle Kriminalitätsentwicklung liest sich gut: Weniger Straftaten insgesamt und eine bessere Aufklärungsquote sprechen für die Arbeit der Polizei“, so Polizeipräsident Lutz Rodig. „Gleichzeitig verändert sich die Kriminalität spürbar – sie wird in Teilen gewaltgeneigter, digitaler und verursacht höhere Schäden. Unser Ansatz ist deshalb ganzheitlich: Wir kombinieren sichtbare Präsenz, moderne Ermittlungsarbeit und gezielte Prävention, um auf diese neuen Herausforderungen wirksam zu reagieren.“
