++ EIL ++

Kraftakt im Oberlausitzer Teichgebiet

Zuletzt aktualisiert:

Fünf Teiche in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft werden gerettet. Bagger rücken an. Rund 12.000 Kubikmeter sollen herausgeholt werden, so Lisa Janke vom  Projekt „MoSaiKTeiL“. Ziel ist der Erhalt der Gewässer als artenreiche Lebensräume, z.B. für Amphibien, Wasservögel und Libellen. Zugleich soll damit eine nachhaltige Fischproduktion gefördert werden. Die Teiche befinden sich bei Wittichenau, Bernsdorf, Milkel, Milstrich und Niederspree. 

Projekt wird wissenschaftlich begleitet

„Über die Jahre hat sich Teichschlamm angesammelt, der das Wasservolumen verringert und langfristig die Lebensbedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten verschlechtert“, erläutert Lisa Janke von der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz. Die Gesellschaft ist einer von drei Partnern des „MoSaiKTeiL“-Projekts. Die Umsetzung wird wissenschaftlich begleitet. Handlungsempfehlungen sollen formuliert und als Leitpfaden zur Verfügung gestellt werden.

Was geschieht mit dem Schlamm? 

Der ausgebaggerte Schlamm wird eingebaut (z.B. zur Verstärkung des Teichdammes) oder auf Feldern ausgebracht – als nährstoffreicher Naturdünger. Die Teiche wurden im Herbst abgelassen.  Die Kosten von rund 380.000 Euro übernimmt der Bund.

Audio:

Knut-Michael Kunoth