Kottmar und Kreba-Neudorf: Kompassnadel auf Wärmewende
Kottmar setzt auf dezentrale Lösungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Dazu gehören Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasse. Dagegen macht eine zentrale Wärmeversorgung in der ländlich geprägten Gemeinde nur wenig Sinn, wie aus dem vom Gemeinderat verabschiedete Wärmeplan hervorgeht.
Kottmar mit seinen sieben Ortsteilen ist weit auseinandergezogen. Überwiegend wird dort noch mit fossilen Energiequellen geheizt und davon 30 Prozent mit Erdgas. Im Zielszenario des Wärmeplans entfällt ein Prozent des Energiebedarfs auf Wärmenetze. Das vorhandene Gasnetz ist grundsätzlich wassertofftauglich. Allerdings herrscht Unklarheit zu Preisen und Verfügbarkeit. Der Plan ist eine Orientierungshilfe auch für private Haushalte. Sie haben die Wahl. Niemand werde zum Heizungstausch gezwungen. Bestehende Anlagen dürfen weiter betrieben werden.
Auch Kreba-Neudorf stellt die Kompassnadel. Der Gemeinderat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen. Es handelt sich um eine Orientierungshilfe. So wird der Ortsteil Neudorf als mögliches Gebiet für ein künftiges Wärmenetz umrissen, während für andere Bereiche individuelle Heizlösungen oder eine spätere Nutzung von Wasserstoff im bestehenden Gasnetz geprüft werden. Das Papier enthält keine Verpflichtung zum Heizungstausch für private Eigentümer.
