Kellerbrand in Strehlen - Mehrere Menschen gerettet
Die Feuerwehr Dresden wurde am Donnerstagabend gegen 22:30 Uhr zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Kurt-Querner-Straße alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Kellergeschoss. Der Brandrauch hatte sich bereits über den Treppenraum sowie durch geöffnete Fenster in mehrere Wohnungen ausgebreitet.
„Umgehend wurde die Brandbekämpfung eingeleitet“, berichtet Feuerwehrsprecher Michael Klahre. „Ein Trupp ging unter Atemschutz über den Treppenraum zur Brandbekämpfung in den Keller vor, während weitere Einsatzkräfte den Treppenraum sowie die Gebäuderückseite kontrollierten. Das Feuer wurde in mehreren Kellerabteilen lokalisiert und mit einem Strahlrohr zügig gelöscht. Personen befanden sich nicht im Keller.“
Bewohner wurden über Drehleiter gerettet
Mehrere Bewohner wurden über eine Drehleiter aus dem Gebäude gerettet. Weitere Personen konnten mithilfe von Brandfluchthauben sicher durch den verrauchten Treppenraum ins Freie gebracht werden. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte sämtliche 24 Wohnungen des sechsgeschossigen Wohngebäudes. Teilweise mussten Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr in den Wohnungen befanden.
Während des Einsatzes wurde festgestellt, dass im Keller eine Warmwasserleitung infolge der Hitzeeinwirkung beschädigt worden war. Die Wasserleitung wurde abgestellt. Zudem stellte der Energieversorger die Stromversorgung des Gebäudes vorsorglich ab. Auch das benachbarte Wohnhaus war von Raucheintritt im Keller betroffen. Dieses wurde ebenfalls entraucht und anschließend kontrolliert. Eine Gefährdung konnte dort nicht festgestellt werden.
Feuerwehr löst MANV-Alarm aus
Aufgrund der Anzahl betroffener Bewohner wurde ein Massenanfall von Verletzten ausgelöst. Insgesamt wurden zwölf Personen rettungsdienstlich gesichtet. Fünf von ihnen mussten zur weiteren Untersuchung in Dresdner Krankenhäuser transportiert werden. Für die unverletzten Bewohner wurde ein Linienbus als Betreuungsraum bereitgestellt. Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen hierzu führt die Polizei. In dem Einsatz waren
insgesamt 85 Einsatzkräfte aller Berufsfeuerwehrwachen sowie die Rettungswachen Altstadt, Leuben und Reick.
