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  • Die B 95 wird am Harthauer Berg voll gesperrt. Warum gerade hier, fragen Autofahrer, die auf vielen anderen Straßen nicht wissen, wie sie den hunderten und aberhunderten Schlaglöchern ausweichen sollen ...

Kein Schlagloch! Deshalb wird die B 95 trotzdem gebaut

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Der Asphalt ist spiegelglatt, die Fahrbahnmarkierungen tipptopp. Kein Schlagloch, keine Spurrinnen. Ein Straßenbelag, der dem rechten Fuß signalisiert: Durchdrücken! Eine Hand umklammert das Volant, die andere fingert am Schalthebel. Die B 95 zwischen Chemnitz und dem Abzweig Berbisdorf ist ein Stück Freiheit für viele, die viel mehr als nur die notwendigen PS unter der Motorhaube haben.

UND AUSGERECHNET DIESE PISTE WIRD JETZT GESPERRT! Komplettsanierung!

Warum gerade hier, fragen Autofahrer, die auf vielen anderen Straßen nicht wissen, wie sie den hunderten und aberhunderten Schlaglöchern ausweichen sollen ...

Darum trifft es ausgerechnet die B 95

Ab Dienstag wird die B 95 zwischen Chemnitz und dem Abzweig Berbisdorf voll gesperrt. Für viele Fahrer wirkt das erst mal rätselhaft. Denn die Strecke sieht auf den ersten Blick gut aus. Doch genau darin liegt das Problem. Nach Angaben des Landesamts für Straßenbau und Verkehr stecken die Schäden nicht obenauf, sondern in der Deckschicht. Dort gibt es Risse und Spurrinnen. Vor allem nach Regen werden sie sichtbar. Dann bleibt Wasser in den feinen Schadstellen stehen.

Wasser ist der eigentliche Gegner

Die Behörde warnt: Dringt Feuchtigkeit tiefer in den Straßenaufbau ein, wird es richtig teuer. Deshalb werden jetzt die obere Deckschicht und die Binderschicht erneuert. So soll die Tragschicht geschützt werden. LASuV-Sprecherin Corinna Saring erklärt, dass Straßen ständig unter Belastung stehen: viel Verkehr, viele Lkw, dazu UV-Strahlung, Wasser und Frost. Gerade bei einer stark befahrenen Bundesstraße wie der B 95 leidet die Oberfläche zuerst. Die Deckschicht hält in der Regel nur sieben bis zwölf Jahre.

So wird jetzt gebaut

Am Dienstag beginnen die Arbeiten am Harthauer Berg. Gebaut wird auf rund 1500 Metern. Der Abschnitt reicht vom südlichen Ortsausgang bis zur Kreuzung Berbisdorfer Straße/Landwirtschaftsstraße.

Eingebaut werden eine vier Zentimeter starke Deckschicht und eine acht Zentimeter starke Binderschicht. Auf 300 Metern wird sogar die Asphalttragschicht darunter ausgetauscht. Außerdem werden Entwässerung, Bankette und Schutzplanken erneuert. Zum Schluss folgen neue Markierungen und neue Schilder.

Umleitung, Dauer und Kosten

Die Arbeiten laufen unter Vollsperrung und sollen bis Ende Juni dauern. Die Umleitung führt aus Süden ab Burkhardtsdorf über die B 180 durch Dittersdorf und Gornau, dann über die B 174 und den Südring zurück zur B 95. In der Gegenrichtung gilt das entsprechend. Die Kosten liegen bei rund 760.000 Euro. Bezahlt wird die Maßnahme vom Bund.