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Kein Geld für neue Brücke im Rabenauer Grund

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Im Rabenauer Grund wird die Arthur-Lohse-Brücke nicht wieder aufgebaut. Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sieht keine Möglichkeit für einen Ersatzneubau in dem engen Tal. 

Grundlage ist eine Machbarkeitsstudie zu verschiedenen Möglichkeiten für eine sichere Querung der Roten Weißeritz. Betrachtet wurden unter anderem Trittsteine sowie Konstruktionen aus Holz, Aluminium, Edelstahl und glasfaserverstärktem Kunststoff. Aufgrund der feuchten Tallage, der steilen Ufer, der Hochwassergefährdung und der aufwendigen Erschließung für die Bauarbeiten sei jedoch keine Lösung gefunden worden, die der Freistaat verantwortbar und dauerhaft sicher umsetzen könne. Ein Ersatzneubau könne deshalb nicht weiterverfolgt werden, heißt es vom Umweltminister.

Freital akzeptiert die Absage nicht 

Freitals OB Uwe Rumberg reagiert darauf empört. „Dass der Freistaat die notwendigen Gelder nicht aufbringen kann, um die touristische Infrastruktur in unserer Region aufrecht zu erhalten, finde ich erschreckend“, erklärt der Oberbürgermeister. Es sei nicht vermittelbar, dass benötigte Infrastruktur aus Kostengründen aufgegeben werde. Die Begründungen gegen einen Neubau bezeichnet Rumberg als „fadenscheinige Argumente“. Denn obwohl hier über Jahrzehnte eine funktionierende Flussquerung stand, obsiege wieder einmal die Bürokratie und die Betroffenen stünden im Regen.

Aus Sicht der Stadt hat die Brücke eine wichtige Funktion für Naherholung und Tourismus. Sie schafft die Verbindung zum kulturhistorisch bedeutsamen Rabenauer Sagenweg, der ohne die Querung nicht mehr als Rundweg begehbar ist. Zugleich können Wanderströme im stark frequentierten Rabenauer Grund entzerrt werden. Mit dem Wegfall der Brücke verliere das Gebiet insgesamt an Attraktivität.

Hintergrund

Die Diskussion um einen Ersatzbau reicht bis ins Jahr 2023 zurück. Damals ließ der Sachsenforst die seit 2021 gesperrte Brücke wegen mangelnder Verkehrssicherheit zurückbauen. Der Abriss löste erheblichen Protest aus. Der Freitaler Tilo Harder initiierte daraufhin eine Petition für den Wiederaufbau, die rund 4.000 Menschen unterzeichneten. Im Rahmen eines Anhörungstermins im Sächsischen Landtag kam im vergangenen Jahr zunächst neue Hoffnung auf. Das zuständige Ministerium teilte mit, der Sachsenforst habe ein Ingenieurbüro beauftragt, einen „einfachen Ersatzneubau aus Holz“ zu planen. Die nun vorliegende Machbarkeitsstudie führt jedoch zu einer Absage.