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Kamenzer Krankenhausleitung stimmt Aufschub für Kreißsaal zu

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Werdende Mütter können noch bis Ende dieses Jahres im Kreißsaal in Kamenz entbinden.  Danach würden sich die Türen des Kreißsaales aber endgültig schließen, teilte am Morgen die Leitung des Krankenhauses St. Johannes mit. Am vergangenen Sonntag hatte der Kreistag einen Zuschuss von 500.000 Euro beschlossen, damit die Geburtsstation weiter aufrechterhalten werden kann. 

Die Gynäkologie bleibt zunächst auch geöffnet. Voraussetzung ist aber, dass die vorgeschriebenen Bereitschaftsdienste beider Fachrichtungen besetzt werden können. Das sei wichtig für die Sicherheit der Mütter und ihrer Babys und habe daher die höchste Priorität, erklärte Geschäftsführerin Jana Uhlig. 

Die Krankenhausleitung verteidigte die Gründe für die Schließung des Kreißsaals mit Verweis auf das „monatliche wirtschaftliche Defizit“ der Abteilung. Damit würde die gesamte Zukunft des St. Johannes Krankenhauses gefährdet. Eine fortlaufende Bezuschussung durch den Landkreis sei in Zeiten knapper kommunaler Kassen auch keine Option.

„Ich wünsche allen Beteiligten sehr, dass sie die nun gewonnene Zeit nutzen können, um andere Möglichkeiten für Entbindungen in Kamenz auszuloten“, sagte Uhlig.