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IS-Kämpfer in Chemnitz festgenommen

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Früher Morgen, mehrere Orte, klare Ansage. In Chemnitz und Leipzig haben Ermittler gestern zwei irakische Staatsbürger im Alter von 40 und 43 Jahren festgenommen. Die Haftbefehle kamen vom Oberlandesgericht Dresden. Auch die Wohnungen der Männer wurden durchsucht.

Den Beschuldigten wird Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamischer Staat“ vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler sollen sie von Juni 2014 bis September 2016 beziehungsweise von Januar bis Dezember 2016 in verschiedenen Kampfverbänden des IS tätig gewesen sein. Dafür sollen sie monatlich Geld bekommen haben.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten zehn Mobiltelefone, zwei Laptops, zwei Tablets und mehrere Speichermedien sicher. Anschließend wurden die Männer dem Ermittlungsrichter am Oberlandesgericht Dresden vorgeführt. Der setzte die Haftbefehle in Vollzug.

Schon im März Zugriff in Plauen

Bereits am 24. März hatte es in Plauen einen ähnlichen Zugriff gegeben. Dort durchsuchten Ermittler die Wohnung eines 26-jährigen irakischen Staatsbürgers. Auch er wurde auf Grundlage eines Haftbefehls des Oberlandesgerichts Dresden festgenommen.

Dem Mann wird ebenfalls Mitgliedschaft beim „Islamischen Staat“ vorgeworfen. Er soll von Januar 2016 bis Mai 2017 als Kämpfer tätig gewesen sein und dafür Geld erhalten haben. Sichergestellt wurden bei ihm ein Mobiltelefon, ein Tablet und Speichermedien. Noch am selben Tag setzte der Ermittlungsrichter den Haftbefehl in Vollzug.

Die Auswertung läuft

Die Ermittlungen dauern an. Derzeit werten die Behörden vor allem die sichergestellten technischen Asservate aus.