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Infineon eröffnet neue Chip-Fabrik in Dresden

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Der Chip-Hersteller Infineon hat am Donnerstag im Dresdner Norden seine sogenannte Smart Power Fab eröffnet. Der Erweiterungsbau neben dem bestehenden Halbleiterwerk ist drei Monate früher fertig geworden als geplant, er bietet Reinräume über zwei Etagen. 

Infineon will damit seine Produktionskapazität in Dresden verdoppeln. In der Fabrik werden Leistungshalbleiter hergestellt, die unter anderem für Elektroautos, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden. Die Chips entstehen auf 300-Millimeter-Wafern.

Der Zeitpunkt für den Produktionsstart könnte für Infineon nicht günstiger sein, denn die Nachfrage nach KI-Chips ist derzeit enorm. Mehr als vier Milliarden Euro hat der Konzern in den Neubau investiert, dazu kommt eine Milliarde Euro Fördermittel. 1.000 neue Jobs bringt der Erweiterungsbau. 

Unternehmen mit Tradition am Standort

Infineon gehört mit rund 4.000 Beschäftigten zu den größten industriellen Arbeitgebern in Dresden. Die Unternehmensgeschichte am Standort reicht bis in die 1990er Jahre zurück, als die ersten Fertigungsstätten noch unter Siemens entstanden. Mit dem 2018 eröffneten Entwicklungszentrum mit Schwerpunkt auf Automobil-, Leistungs- und KI-Anwendungen sowie der neuen Smart Power Fab baut das Unternehmen seine Präsenz in Dresden konsequent aus. Der Bau der neuen Fab wird im Rahmen des European Chips Act unterstützt und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas. 

Öffentliche Infrastruktur wächst mit

Die Ansiedlung und Erweiterung internationaler Hightech-Unternehmen wie Infineon lösen erhebliche Folgeinvestitionen aus. Um dieses Wachstum nachhaltig zu begleiten, investiert die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit Partnern gezielt in die städtische Infrastruktur. Dazu gehört etwa eine leistungsfähige technische Infrastruktur wie der Ausbau der lokalen und regionalen Stromversorgung und der Neubau eines Flusswasserwerks, das Wasser aus der Elbe zu den großen Halbleiterfabriken im Dresdner Norden bringen und die Versorgungssicherheit für die ganze Stadt erhöhen soll.

Bereits Ende des Jahres soll ein neuer Industriesammler zur Entsorgung von industriellem Abwasser in Betrieb genommen werden. Parallel entstehen mit dem Neubau des Berufsschulzentrums für Elektrotechnik in Prohlis wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung künftiger Fachkräfte.

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Infineon-Vorstand Jochen Hanebeck