Immobilienexperten: „Mieten in Dresden explodieren“
Mietwohnungen in deutschen Großstädten werden immer unerschwinglicher. Dem aktuellen immowelt Mietkompass zufolge steigen die Mieten seit drei Jahren viermal so schnell wie die Reallöhne. Diese Entwicklung ist auch bei uns in Dresden zu spüren.
Während die Reallöhne in den letzten drei Jahren um etwa 5 Prozent gestiegen sind, haben die Mieten um bis zu 20 Prozent zugelegt. Dresden gehört hier mit zu den Spitzenreitern, neben Hamburg und Frankfurt am Main. Dem Portal zufolge werden in der Landeshauptstadt im Schnitt 9,50 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.
Das unangefochten teuerste Pflaster bleibt München. Hier liegt der Quadratmeterpreis inzwischen bei 21,44 Euro. Wer in der bayerischen Landeshauptstadt eine neue Wohnung mit 75 Quadratmetern anmietet, zahlt im Schnitt monatlich 218 Euro mehr Kaltmiete als noch vor drei Jahren.

„Nach den deutlichen Reallohnverlusten der Jahre 2022 und 2023, als die Inflation die Nominallohnzuwächse vollständig aufzehrte, hat sich die Kaufkraft der Beschäftigten in Deutschland 2024 und 2025 zwar leicht verbessert“, sagt immowelt CEO Theo Mseka. „In der Praxis merken viele Beschäftigte davon aber wenig, weil die Wohnkosten im gleichen Zeitraum massiv gestiegen sind, sodass am Monatsende meist sogar weniger bleibt.“
Dramatischer Neubaurückgang befeuert die Krise
Die Ursache für den anhaltenden Mietenanstieg ist ein massives, strukturelles Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Hohe Baukosten, das Zinsniveau und bürokratische Hürden haben den Wohnungsbau gelähmt. Im Jahr 2025 wurden laut dem Portal immowelt in Deutschland lediglich 206.600 Wohnungen fertiggestellt - ein drastischer Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das politische Ziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr sei damit um fast 40 Prozent verfehlt worden, so die Einschätzung der Experten.
