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Hilfe für GKN-Beschäftigte: IG Metall lädt in Glauchauer Sachsenlandhalle

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Nach dem Bekanntwerden der Schließungspläne von GKN Driveline in Zwickau-Mosel sind viele Mitarbeiter wütend und unsicher über ihre Zukunft. Einige würden aktuell mit dem Gedanken spielen, sich anderswo zu bewerben. Doch bei einem vorzeitigen Arbeitsplatzwechsel sinke beispielsweise der Anspruch auf eine Abfindung, sagte der erste Bevollmächtigte der IG Metall Benjamin Zabel. GKN forciere solche Entscheidungen vermutlich, um die Schließung des Standorts so günstig wie möglich zu machen.

Damit die Beschäftigten ihre Rechte kennen, hat die Gewerkschaft für Sonntag zur Mitgliederversammlung in die Sachsenlandhalle Glauchau eingeladen und will dort über die Folgen der Schließung informieren. 

Vorrangiges Ziel sei aber weiterhin, die Schließung zu verhindern und die Arbeitsplätze zu retten, so Zabel. Bei der Versammlung soll es deshalb auch um die Forderungen gehen, die demnächst an den Arbeitgeber gestellt werden.

Unterdessen haben die Fraktionen im Stadtrat ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Gelenkwelle bekundet und die Schließungspläne verurteilt. Das Werk in Mosel sei ein wichtiger Teil des Automobilstandorts Zwickau, erklärten die Räte am Donnerstag. Das Unternehmen wurde aufgefordert, die Entscheidung zurückzunehmen. Oberbürgermeisterin Constance Arndt gab bekannt, dass sie sich nächste Woche mit der Geschäftsführung treffen werde. Sie erwarte Informationen über die Umstände des Rückzugs.

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