- Am Karl-Marx-Monument ist eine Materialprobe entnommen worden. Sie bereitet die Restaurierung und eine spätere Öffnung am Marx-Kopf vor.
Hier steigen sie Marx auf den Nischel
Auf dem Nischel steht ein Mann. Direkt auf dem Kopf von Karl Marx. Neben ihm schwebt ein Helfer im Hubsteiger. Darüber ein Regenschirm. Darunter glänzt die nasse Bronze. Chemnitz zeigt sich an diesem Morgen grau, aber das Bild ist alles andere als alltäglich: Am Karl-Marx-Monument an der Brückenstraße wurde gearbeitet.
Materialprobe am Marx entnommen
Am Karl-Marx-Monument ist am Morgen eine Materialprobe entnommen worden. Die Aktion ist inzwischen abgeschlossen. Sie war der erste Schritt für eine umfangreiche Restaurierung des berühmtesten Wahrzeichens von Chemnitz.
Nach mehr als 50 Jahren Standzeit soll genau geprüft werden, wie es dem Monument geht. Vor allem der Innenraum der Bronzeplastik wirft noch Fragen auf. Zwar gibt es Pläne. Trotzdem lässt sich derzeit nicht mit absoluter Sicherheit sagen, wie die Konstruktion im Inneren aussieht.
Was steckt im Nischel?
Möglich ist ein Stahlgerüst. Möglich ist aber auch eine Schraubenkonstruktion. So ähnlich wie beim Denkmal „Revolutionäre Matrosen“ in Rostock. Beide Denkmale stammen aus derselben Werkstatt in der damaligen Sowjetunion.
Die Probe war nötig, bevor später Schweißarbeiten stattfinden können. Denn beim Öffnen sollen die Bronzeplatten nicht beschädigt werden. Erst wenn die Materialzusammensetzung der Nähte bekannt ist und die passende Schweißtechnik feststeht, kann am Hinterkopf eine Platte herausgelöst werden.
Öffnung ist für August geplant
Diese geplante Öffnung nennt die Stadt Invasionsöffnung. Sie muss entsprechend gut vorbereitet werden. In den vergangenen Wochen haben Sachverständige geprüft, welche Variante für den Einstieg und die spätere Inspektion des Innenraums am besten geeignet ist.
Mit der Probe und dem Gutachten wurde der Verein zur Förderung der Schweißtechnik an der TU Chemnitz beauftragt. Die eigentliche Invasionsöffnung ist nach Auswertung des Befundes für August geplant. Der Termin soll rechtzeitig bekannt gegeben werden.
