Görlitzer Suppenküche kocht seit 30 Jahren für Bedürftige
Ob Eintopf, Erbsenpüree, Gemüseterrine oder Geflügelbrühe – in der evangelischen Stadtmission Görlitz wird auf ein Rundes angestoßen. Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren ging die Suppenküche an den Start. Seitdem wird in einem Gewölberaum in der Görlitzer Altstadt für Bedürftige gekocht: für Obdachlose und Menschen, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen. Jeder dritte Gast ist Pole oder Ukrainer. Der Teller Suppe wird für zwei Euro ausgegeben.
Zum 16-köpfigen Team gehört Koch Roland Starke. Seit fast sechs Jahren ist er dabei. Er und seine Kollegen bereiten jeden Tag 30 bis 40 Portionen zu – derzeit nur von Montag bis Donnerstag. Der Freitag sei aus Kostengründen vorerst gestrichen worden, bedauert der Leiter der evangelischen Stadtmission, Diakon Karsten Mierig.
Immer mittwochs rückt das Team des Suppenmobils aus, und das seit zwölf Jahren schon. Es macht Station z.B. auf Marien- und Lutherplatz und an der Bahnhofsmission. Die Ehrenamtler – der Jüngste ist 13, der älteste um die 80 Jahre – wird meistens schon erwartet. „ Schüler, Studenten, Rentner – eine ganz bunte Truppe.“ Um das Suppenmobil scharen sich auch Menschen, die Kontakt suchen, einfach nur mal reden wollen.
Die Zutaten für die Suppen sind Spenden, z.B. von Fleischern aus der Region, von Kirchgemeinden und auch Geldspenden von Einwohnern. 140.000 Portionen Suppe hat die Suppenküche seit dem Start vor 30 Jahren ausgegeben. Hinzu kommen 50.000 Portionen aus dem Suppenmobil.
