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Gerade ist der Marienplatz fertig, schon gibt’s Ärger

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Der Zwickauer Marienplatz ist endlich keine Baustelle mehr. In der neuen Form gibt er ein ansehnliches Bild ab und lädt ein zum Verweilen. Hier liegt zugleich das Problem, das auch das Ordnungsamt beschäftigt: Es treffen sich dort unter anderem Leute, die den Platz verschmutzen und für Lärm sorgen. Es gab bereits Anzeigen.

Am Marienplatz entwickelt sich eine Problemzone, so sieht es AfD-Stadtrat Sven Itzek. Er sprach das Thema in diesen Tagen im Finanzausschuss an: Nach seinen Worten sammeln sich dort in den Abendstunden „Spätalkoholiker“ - bei Regen halten sie sich im Eingangsbereich des Rewe-Marktes auf. An diesen Stellen sei der Beginn der Verwahrlosung sichtbar. Sven Itzek fragte, wie die Stadt zu einem generellen Alkoholverbot und einer offiziellen Videoüberwachung steht.

Ordnungsbürgermeister Sebastian Lasch wirkte wenig überrascht und beantwortete einen Teil der Anfrage mündlich. Von verstärktem Streifendienst war die Rede. Zur Videoüberwachung sagte er, dass sie nur in Frage kommt, wenn es sich um einen Kriminalitätsschwerpunkt handelt.

Bei einer Stichprobe zu Beginn der Woche standen gegen 17:30 Uhr fünf oder sechs junge Männer und Frauen neben dem Hochbeet, getrunken wurden Bier und Energydrinks. Das ist keine Ausnahme. In den Abendstunden sammeln sich in diesem Bereich Personen, „die sich dort vordergründig zum gemeinsamen Alkoholkonsum treffen“, teilte uns das Pressebüro auf Anfrage mit. „Dies führte bereits zu Verunreinigungen und Lärm“, heißt es weiter. Als Beispiele für Verstöße gegen die Polizeiverordnung nannte es unter anderem das Verrichten der Notdurft und das Benutzen von Beschallungsgeräten.

Der Stadtordnungsdienst hat mit sogenannten Gefährderansprachen reagiert und ist, wie gesagt, öfter vor Ort präsent. Bei den Personen handelt es sich um Einheimische, bestätigte uns die Stadtverwaltung.