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FSV liefert gegen Erfurt ein Spektakel und klettert auf Rang 3

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Die Spieler vom FSV Zwickau haben ihren Fans am Sonntag einen großartigen Fußballnachmittag geschenkt: Bei sommerlichen Temperaturen lieferten sie sich vor 7.445 Zuschauern mit Erfurt ein heißes Duell, glichen in Unterzahl aus und drehten am Ende das Spiel sogar - und damit nicht genug: Fußballgott Marc-Philipp Zimmermann war es, der den Siegtreffer erzielte. Damit sind die Zwickauer 30 Spiele zu Hause ungeschlagen und Tabellendritter in der Regionalliga Nordost.

Das Abtasten fiel zu Spielbeginn aus. Es ging gleich zügig in Richtung Tor. Allein in den ersten sieben Minuten wurde es vor beiden Gehäusen zweimal gefährlich. Für Zwickau schoss zum Beispiel Theo Martens platziert, aber nicht scharf genug aufs Tor - der Erfurter Keeper hielt.

Es ging erfrischend weiter. In der 20. Minute traf Cemal Sezer nach einer Eingabe von Lennert Möbius aus Nahdistanz den Ball nicht richtig - links vorbei. In der nächsten Spielminute die Riesenchance für Erfurt: Falcao zog kurz vor dem Strafraum ab und traf die Latte. Gegen Ende des ersten Durchgangs kam Zwickau noch zu einer hundertprozentigen Chance: Cemal Sezer ging allein auf den Torwart zu, doch der bekam den Fuß noch an den Ball und lenkte ihn am Tor vorbei. In der 40. Minute jubelten die Zwickauer Zuschauer, doch Oliver Fobassam stand bei dem Kopfball im Abseits.

Nach dieser unterhaltsamen ersten Halbzeit erlaubte sich Zwickau in der 47. Minute einen Patzer. Der Ball ging kurz vor dem eigenen Tor verloren, Obed Ugondu nahm dankend an und schob den Ball flach ins lange Eck - Lucas Hiemann war ausnahmsweise nicht richtig auf dem Posten. Erfurt machte Druck, wollte nachlegen und kam zu Chancen. In der 56. Minute rettete Sonny Ziemer auf der Linie. Wenig später zog der Abwehrmann vor dem Erfurter Strafraum ab, der Keeper lenkte den Ball an die Latte, von dort sprang er zurück, und Cemal Sezer jagte ihn ins Netz - erneut kein Treffer wegen Abseits.

Um die Heimserie bangte sicher der eine oder andere Zwickauer, als Theo Martens in der 64. Minute bei einem Zweikampf seinen Gegenspieler unglücklich traf und dafür Rot sah. Doch Trainer Rico Schmitt wechselte unter anderem Luca Prasse und Marc-Philipp Zimmermann ein und hatte damit ein gutes Gespür. Der Blondschopf aus dem Norden verwandelte in der 79. Minute einen Handelfmeter (verbunden mit einer gelb-roten Karte), und „Zimbo“ schob in der 82. Minute den Ball am Torwart vorbei ins Netz zum 2:1.

Es blieb - zusammen mit der Nachspielzeit - noch eine Viertelstunde. Erfurt drängte auf den Ausgleich - Lucas Hiemann verhinderte ihn zweimal, in einem Fall mit einem unglaublichen Reflex. Die einheimischen Fans feierten ihre Helden. Leider sorgte ein Zuschauer für einen faden Beigeschmack: Er beleidigte einen Erfurter Spieler mit einem rassistischen Ruf. Der FSV Zwickau wird den Zwischenfall aufarbeiten.

Audio:

Marc-Philipp Zimmermann
Luca Prasse