- Marc-Philipp Zimmermann schoss in seinem letzten Ligaheimspiel für den FSV das goldene Tor.
FSV schlägt Chemie: „Zimbo“ mit Siegtor im letzten Ligaspiel
Was für ein Saisonfinale in der Regionalliga! 9.019 Fußballfans sehen in der GGZ-Arena ein beherztes Sachsenderby, die Kulisse ist so laut wie selten zuvor, der FSV setzt sich mit 1:0 durch, und den Siegestreffer erzielt ausgerechnet „Fußballgott“ Marc-Philipp Zimmermann in seinem letzten Regionalligaspiel. Der Sieg bedeutet Platz 3 in der Abschlusstabelle. Die Zwickauer bleiben als einzige Mannschaft die gesamte Saison zu Hause ungeschlagen, insgesamt seit 31 Spielen.
Das Spiel lebte davon, dass beide Mannschaften energisch zur Sache gingen und möglichst auf kürzestem Weg vors gegnerische Tor wollten. Zwickau zählte in der ersten Halbzeit ein paar Abschlüsse mehr, traf aber meistens nicht das Tor. Im Focus Marc-Philipp Zimmermann. Seinen Kopfball nach gut einer halben Stunde konnte der Leipziger Keeper parieren. In der 41. Minute dann die Riesenchance: Am kurzen Eck schoss „Zimbo“ knapp am Tor vorbei.
Auch Leipzig wurde gefährlich. Bereits in der 18. Minute ging der Schuss von Valon Aliji gegen die Latte. Gegen Ende des ersten Duchgangs verfehlte Cyrill Akono den Ball mit dem Kopf knapp, wenig später zog er im Strafraum ab - Lucas Hiemann machte sich lang und parierte.
Nach dem Seitenwechsel übernahm wieder der FSV und vor allem Marc-Philipp Zimmernann. In der 52. Minute traf der Routinier mit der Nummer 33 die Latte, und eine Minute später folgte der unvergessliche Auftritt: Etwa acht Meter vor dem Tor bekommt „Zimbo“ den Ball, vernarrt einen Gegenspieler und schiebt ein zum 1:0. Riesenjubel. Von Standing Ovations begleitet, verließ die Stürmerlegende dann in der 70. Minute das Spielfeld. Ein bewegender Moment. FSV-Fans standen Tränen in den Augen.
Vom Spiel wäre noch zu erwähnen, dass Leipzig nicht aufgab und auch Zwickau offensiv bemüht war, aber vor den Toren nichts Aufregendes passierte. Nach dem Schlusspfiff feierten beide Fanblöcke - die Gäste wohl deshalb, weil Chemie mit einer starken Serie die Klasse gehalten hat und auch in der GGZ-Arena einen ordentlichen Auftritt hingelegt hat. Vor allem war es aber der Tag von Marc-Philipp Zimmermann.
