++ EIL ++
  • Eine der großartigen Paraden von Jürgen Croy - diesmal auf der Leinwand von Saal 1
  • Nach der Veranstaltung nahm sich Jürgen Croy Zeit für die Fans.

Bewegender Film über den Zwickauer, der die Nummer 1 der DDR war

Zuletzt aktualisiert:

Der Saal 1 im Astoria war am Montagabend bis zum letzten Platz gefüllt. Am Ende gab es Standing Ovations. Eine Woche vor dem 80. Geburtstag von Jürgen Croy hatte der Fernsehfilm über die Zwickauer Fußball-Legende Vorab-Premiere – der Titel: „Der Torhüter: Jürgen Croy, die Nummer 1 der DDR“. In 45 Minuten sind die Höhepunkte seiner Karriere zu erleben, Hintergründe und interessante Details zu erfahren und Statements von Jürgen Croy zu hören – Bilder und Worte, die Zwickauern ans Herz gehen.

Der Pokalsieg gegen Dynamo Dresden mit dem Elfmeter, den Jürgen Croy selbst verwandelte, die unvergesslichen Spiele im Europapokal, die Weltklasse-Paraden im Finale der Olympischen Spiele in Montreal, der historische Sieg bei der WM 1974 mit dem weiten Abschlag von Jürgen Croy und dem Tor von Jürgen Sparwasser - diese Sternstunden wurden vor Augen geführt und gingen unter die Haut. Es wurde nochmals bewusst: Der Zwickauer Keeper war einer der besten in Deutschland und in der Welt.

Und es wurde erneut klar, warum Jürgen Croy nicht zu größeren Vereinen ging, sondern Zwickau treu blieb. Er sprach in dem Film von einer verschworenen Truppe von Männern, die hier lebten und aus einfachen Verhältnissen kamen. Zwickau und die Mentalität der Menschen, das sei seine Heimat, sagte Jürgen Croy. Ganz oben stand für ihn die Familie. Sie fühlte sich hier wohl. Weggehen, die Familie nicht wiedersehen oder nicht miterleben, wie die Kinder aufwachsen, das war für Jürgen Croy undenkbar.

Für die Erfolge bei der WM in Westdeutschland erhielt die DDR-Mannschaft im Übrigen 70.000 DM, und das Westgeld kam auch bei den Spielern an. Davon kaufte er sich und seiner Familie einen kleinen Swimming-Pool, erzählte Jürgen Croy, und den gibt es immer noch, allerdings dient er nur noch als „Regenrückhaltebecken“. 

Audio:

Jürgen Croy
Besucher der Vorab-Premiere