- Die Chemnitzer Feuerwehr musste gestern zwei Männer bergen, die in in einem der chönauer Teichen steckengeblieben waren.
Neue Fakten zur Schlammrettung von Chemnitz
Es gibt Einsätze, die hat man nicht alle Tage. An den Schönauer Teichen am Südring in Chemnitz musste die Feuerwehr gestern Abend zwei Männer aus dem Schlamm retten. Was zunächst nach einem ungewöhnlichen Zwischenfall klang, entpuppte sich als aufwendige Rettungsaktion mit Vater, Sohn und einem Teichboden, der alles andere als trittsicher war.
Nach dem Abfischen im Schlamm eingesunken
Nach Angaben der Feuerwehr wollte ein Mann nach dem Abfischen eines Teiches noch ein Tor sichern. Dabei sank er im Schlamm so tief ein, dass er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Der Boden gab nach, jeder weitere Versuch half offenbar nicht mehr weiter.
Besonders brisant: Der Mann steckte dort offenbar rund vier Stunden fest.
Sohn will helfen – und bleibt ebenfalls stecken
Erst später wurde er von seinem Sohn gefunden. Der wollte den Vater aus seiner misslichen Lage befreien, sank dabei aber selbst im Schlamm ein. Damit saßen schließlich beide Männer fest und kamen nicht mehr allein heraus.
Spätestens an diesem Punkt war klar: Ohne Feuerwehr geht hier nichts mehr.
Feuerwehr aus Stelzendorf befreit beide Männer
Der Einsatz lief gestern Abend von 18.29 Uhr bis 19.27 Uhr. Wie die Feuerwehr mitteilte, rückten 12 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stelzendorf und zehn Berufsfeuerwehrleute an.
Der Sohn wurde von einem Trupp über zwei Steckleiterteile aus dem Teich gezogen. Der Vater musste aufwendiger gerettet werden. Dafür kamen ein Spineboard, vier Steckleiterteile und mehrere Trupps der Feuerwehr zum Einsatz. Anschließend übergaben die Kameraden ihn an den Rettungsdienst.
Das zeigt auch: So ein Teich sieht harmloser aus, als er in solchen Momenten ist.
Vater kam unterkühlt in die Notaufnahme
Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Der Vater war allerdings erschöpft und unterkühlt. Er wurde deshalb zur weiteren Abklärung in die Zentrale Notaufnahme gebracht.
Am Ende ging der Einsatz glimpflich aus. Trotzdem dürfte der Abend für Vater und Sohn in Erinnerung bleiben. Und zwar nicht wegen des Abfischens, sondern wegen der ziemlich handfesten Erkenntnis, dass Schlamm manchmal mehr festhält, als einem lieb ist.
