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  • Die Brandschäden an der Vorder- und Rückseite des Wohnhauses an der Elsterstraße sind auch Tage später deutlich sichtbar.
  • So sieht es jetzt nach dem Brand vor dem Haus aus.

„Mama, wir müssen raus, es brennt!“ - Richard und seine Mama stehen vor dem Nichts

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Plötzlich war überall Rauch. Der Wohnhausbrand letzten Mittwoch (11. März 2026) hat das Leben von Jacqueline und ihrem 18-jährigen Sohn Richard Apelt schlagartig verändert. Was als normaler Tag begann, endete in einer zerstörten Wohnung und einem Schock, der die Familie noch lange begleiten wird …

„Wir mussten zusehen, wie alles verbrannte.“

„Es ging alles sehr schnell“, erzählt Richard. „Plötzlich waren Rauch, Feuer und Lärm da – es war surreal, Schlag auf Schlag. Das Treppenhaus war schon voller Rauch, und wir mussten einfach raus. Ich habe dann von außen beobachten müssen, wie das Feuer auf unseren Balkon überging. Es war unbeschreiblich im negativem Sinne.“

Richard hatte das Feuer durch die enorme Rauchentwicklung schnell mitbekommen. Das war es kurz nach um Vier am Nachmittag. Er warnte seine Mutter. Ohne etwas mitzunehmen seien sie dann durch das bereits verrauchte Treppenhaus nach unten gerannt. Dadurch blieben sie zwar unverletzt, doch die Schäden sind enorm: „Unser Wohnzimmer ist komplett verbrannt, wahrscheinlich muss alles entsorgt werden“, erklärt der 18-Jährige. Ein Gutachter soll das Ganze nun prüfen, die Schadenshöhe sei daher noch unklar.

Mitten im Abi

Für den Richard bedeutet der Verlust nicht nur zerstörtes Hab und Gut, sondern auch große Herausforderungen für das Lernen. Er ist eigentlich gerade im Abi-Stress. „Die Schule stellt viel Material online und meine Mitschüler helfen aus. Ich versuche, eine stabile Umgebung zum Lernen zu haben.“ Viel planen kann die Familie jedoch nicht, zur Zeit denken sie eher in kleinen Schritten und Übergangslösungen. An größere Schritte sei laut Richard noch nicht zu denken.

Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und einen Spendenaufruf

Momentan ist die Familie bei Freunden untergekommen, die Wohnungsgesellschaft stellt wahrscheinlich Ersatzwohnungen bereit und die Suche nach einer dauerhaften Unterkunft läuft. Eine wichtige Stütze in dieser schweren Zeit ist eine Spendenkampagne. Die hat Richards Tante Christiane ins Leben gerufen. Das Geld soll der Familie als Puffer dienen, für Kosten die Anstehen und nicht von der Versicherung gedeckt werden oder auch noch gar nicht absehbar sind.

Die Familie betont, dass Sachspenden zwar willkommen sind, aktuell jedoch weniger dringend benötigt werden als finanzielle Unterstützung. Moritz dankt allen Spendern von Herzen: „Wir haben schon viel Geld gesammelt, das als Puffer für anstehende Kosten dient. Sachspenden sind schön, aber man kommt mit wenig aus – man merkt, wie wenig man wirklich braucht. Der Dank an alle, die helfen, ist riesig.“

Das gesamt Interview mit ihm (AUDIO) finden Sie hier weiter unten.

Noch mehr Schaden

Doch nicht nur Richard und seine Mama sind auf Spenden angewiesen. Auf der GoFundMe Seite findet man für die vielen Betroffenen mittlerweile insgesamt drei Spendenaufrufe.
 

Audio:

Moritz Apelt im Interview: