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Festung Königstein startet wieder durch

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Die vergangenen beiden Jahre waren für die Festung Königstein nicht besonders einfach. Zunächst waren durch die Corona-Pandemie zahlreiche Gäste ausgeblieben. Dann sorgten die Brände im Sommer 2022 für einen Besucherschwund. Dennoch geht es bei Sachsens größter Festung wieder bergauf. Die Verantwortlichen haben Bilanz gezogen.

So kamen im vergangenen Jahr fast 400.000 Menschen. Das sind fast doppelt so viele wie 2021 – aber noch immer 22 Prozent weniger als 2019, sagte uns der Geschäftsführer André Thiem. Besonders gefragt war die Ausstellung zum Festungsgrün und der historisch-romantische Weihnachtsmarkt.

Von Kletterei bis Konzerte: Highlights der Festung

Auf die kommende Saison blickt der Geschäftsführer André Thieme optimistisch. Die Festung plant zahlreiche Events.

So wird die Sonderausstellung "Festungsgrün" fortgesetzt. Sie eröffnet im Frühjahr wieder. Auch alt bekannte Veranstaltungen kommen zurück, wie der Spieletag am 12. Februar. Ein weiteres Highlight ist das Event "Die Schweden erobern den Königstein". Dabei stürmen mehr als 300 Akteure die Festung. Im August lädt dann wieder der "Kanonendonner über dem Elbtal" ein.

Für die Kleinen wird ebenfalls allerhand geboten. Auf einer Spielewiese können sie sich mit Pfeil und Bogen ausprobieren. Außerdem zieht eine Pirnaer Erfindung ein. Ein XXL-Sandkasten aus Maxoli-Steinen wird aufgebaut. "Wir bauen einen Riesen-Sandkasten mit diesen Steinen. Wir wollen da auch jemanden holen, der als Lego-Meister deutschlandweit bekannt ist", verriet Thieme erste Details.

Auch Konzerte kommen nicht zu kurz. Insgesamt vier Stück sind geplant, zum Beispiel von der Mittelalterband In Extremo und der britischen Band Hurts. Letztere wird dabei ihr einziges Deutschlandkonzert auf der Festung geben.

Für Wagemutige geht es am 19. März hoch hinaus. In Ehren zu dem Schornsteinfegergeselle  Sebastian Abratzky, welcher vor 175 Jahren die als bis dato uneinnehmbare Festungsmauer erklommen hatte, wird eine Besteigung an der Mauer angeboten.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Nachhaltigkeit im Tourismus wird ebenfalls groß geschrieben. Bereits jetzt gibt es Projekte wie die Nutzung des eigenen Brunnenwassers für die Bewässerung der Anlage. Das soll verbessert werden, so Thieme. Zudem wird an die Folgen des Klimawandels gedacht.

Viele Bäume des Festungswaldes sind akut gefährdet. Daher wird der Wald Stück für Stück umgebaut und klimaangepasste Bäume gepflanzt.