++ EIL ++
  • Der Melkus RS 1000 ist vorerst bis 21. Juni im Lichthof des Museums zu sehen

Ferrari des Ostens im Museum

Zuletzt aktualisiert:

Das Verkehrsmuseum hat einen prominenten Neuzugang. Einen „Melkus RS 1000“. Von dem DDR-Rennwagen mit erweiterten Wartburgmotor wurden in den 70er Jahren in Dresden nur 101 Stück gebaut. Das Museum hatte die einmalige Gelegenheit das Exemplar mit der Nr.31 von der Familie Melkus zu kaufen.

Der Wagen ist nahezu im Originalzustand erhalten und wurde 1972 fertiggestellt. Erster Besitzer war ein Ingenieur aus Wittenberg. Sepp Melkus, der Enkel des Firmengründers kaufte den Wagen im Jahr 2022. Zuvor befand sich der Flügeltürer über 30 Jahre lang in einem privaten Museum in Belgien.

Die Kulturstiftung der Länder fördert den Kauf mit 36.666,67 Euro. Dazu Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder:„Wir freuen uns sehr, dass wir das Verkehrsmuseum Dresden bei diesem seit langem angestrebten Ankauf unterstützen konnten. Der Melkus RS 1000 steht für den Erfindungsreichtum und die Kreativität, mit denen in der DDR auf schwierige wirtschaftliche Bedingungen reagiert wurde. Als Ikone der DDR-Mobilitäts- und Alltagskultur erzählt er von den Hoffnungen, Sehnsüchten und technischen Ambitionen seiner Zeit. Mit dieser Erwerbung wird ein wichtiges und seltenes Zeugnis der ostdeutschen Zeitgeschichte auch für künftige Generationen im Museum erfahrbar gemacht.“

Der Melkus RS 1000 wurde von 1969 bis 1979 in Dresden von der Melkus KG unter Leitung von Heinz Melkus (19282005), einem der bekanntesten und erfolgreichsten Rennwagenfahrer der DDR, entwickelt und gebaut. Sein Ziel war ein Sportwagen, der sowohl für den Straßenverkehr als auch für den Rennsport geeignet war. Das Design griff die Formensprache amerikanischer und westeuropäischer Marken jener Zeit auf.

Vorerst ist der Rennwagen bis 21.Juni im Lichthof des Museums zu sehen.