Es war nicht alles schlecht: Görlitz hat wieder eine Poliklinik
Das Städtische Klinikum Görlitz geht neue Wege bei der ambulanten Versorgung. Ab dem 1. Juli gehört die chirurgische Praxis von Roland Jaczkowski am Konsulplatz zur neu gegründeten Poliklinik des Klinikums. Mit diesem Medizinischen Versorgungszentrum will das Krankenhaus ambulante Angebote in der Region langfristig sichern. Hintergrund ist der drohende Ärztemangel, da viele niedergelassene Mediziner in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen und Nachfolger schwer zu finden sind.
Für die Patienten ändert sich durch den Wechsel im Alltag kaum etwas. Der Standort bleibt bestehen und Roland Jaczkowski behandelt weiterhin persönlich. Allerdings wird das Angebot erweitert: Künftig unterstützt zusätzlich ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus dem Klinikum das Team in der Praxis.
Klinik-Geschäftsführerin Ines Hofmann betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Krankenhaus immer wichtiger werde, da immer mehr Behandlungen ambulant erfolgen können. Durch die Fusion können ambulante und stationäre Behandlungen nun besser verzahnt werden – etwa wenn nach einer Untersuchung eine Operation im Klinikum notwendig wird.
Ein zentraler Punkt der Übernahme ist zudem die Absicherung der sogenannten D-Arzt-Versorgung. Damit ist die medizinische Betreuung nach Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen in der Region Görlitz auch in Zukunft dauerhaft garantiert.
