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  • Dynamo-Fans in gelben Regenmänteln (Teil der Choreo) stürmten das Spielfeld, ebenso Hertha-Fans

Ermittlungsgruppe „Fahne“ sucht jetzt die Randalierer aus dem Dynamo-Stadion

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Die schweren Ausschreitungen beim Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC über Ostern haben ein Nachspiel. Die Polizei gründete die Ermittlungsgruppe „Fahne“, die aktuell aus 14 Beamten besteht. 

Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig erklärt: „Aufgabe der gemeinsamen Ermittlungsgruppe ist es, die Abläufe der Ausschreitungen zu erhellen und die Tatverdächtigen für ihr Handeln zur Rechenschafft zu ziehen. Bei der Identifizierung der Täter aus dem Umfeld von Hertha BSC zählen wir auch auf unsere Kollegen aus Berlin. Mit Blick auf die Gewalttäter aus Dresden setzen wir unter anderem auf die Fähigkeiten unserer Super-Recognizer.“ Dazu wurden mehr als 330 Gigabyte Videomaterial sicher gestellt, Kriminalisten werten dieses bereits aus.

Mittlerweile laufen 19 Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung im Zusammenhang mit dem Fußballspiel. Zeugen können sich auf dem neu eingerichteten Hinweisportal melden.

Das war passiert

Fans beider Lager stürmten auf den Rasen und beschossen sich gegenseitig mit Pyrotechnik. Nachdem im Dresden-Block eine Hertha-Fahne hochgehalten worden war, überstiegen Gästefans eine Absperrung und drangen in den Innenraum ein. Das Sicherheitspersonal konnte dies nicht verhindern. Die Berliner schossen Raketen in die umliegenden Tribünen, von dort wurden Geschosse zurück gefeuert. Schiedsrichter Jablonski schickte die Mannschaften in die Kabinen, unterbrach das Spiel für 20 Minuten. 

Erst als mehr als 100 Polizisten das Spielfeld sicherten, wurden die Fans in ihre Blöcke zurück gedrängt. Etwa 600 Gästefans verließen wenig später vorzeitig das Stadion und traten die Rückreise über die Autobahn an. Polizeibeamte begleiteten die Abreise. Das Spiel endete 0:1 für Hertha BSC. 

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Stephan Zimmermann: „Es ist allen klar im Stadion, dass das Bilder sind, die man nicht sehen will.“