- Letzte Woche stand der "Wismarer" Superblitzer an der Ammonstraße
Rekord-Einnahmen durch Geschwindigkeitskontrollen: Warum sich Dresden Blitzer aus Wismar leiht
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit Blitzern die klammen Stadtkassen aufgebessert werden sollen - obwohl das natürlich jeder Autofahrer selbst in der Hand hat. Doch die Rechnung scheint aufzugehen.
Die Stadt Dresden hat im vergangenen Jahr rund 9,65 Millionen Euro durch Geschwindigkeitskontrollen eingenommen. Das sind etwa 500.000 Euro mehr als im Vorjahr. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden 2025 zusätzlich zwei sogenannte Enforcement-Trailer für teilstationäre Messungen eingesetzt. Die Geräte sind für vier Jahre von der Firma Vetro GmbH aus Wismar angemietet worden. Die Mietkosten für den gesamten Zeitraum belaufen sich auf rund 663.600 Euro. Allein in ihrem ersten Einsatzjahr „erwirtschafteten“ die Trailer über 2 Mio. Euro Bußgelder!
Bis einschließlich 2024 verfügte die Stadt über zwei mobile Messfahrzeuge. Der erweiterte Einsatz der Trailer gilt als ein Grund für die gestiegenen Einnahmen.
Der „fleißigste“ Blitzer stand im vergangenen Jahr an der Güntzstraße in Höhe des Seniorenwohnheims. Dort wurden rund 14.000 Verstöße registriert. Es folgen die Messanlagen auf der Waldschlößchenbrücke in Richtung Altstadt mit knapp 10.000 Fällen.
Den höchsten Tempoverstoß gab es im Wiener Tunnel: Ein Autofahrer wurde dort mit 137 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen – eine Überschreitung um 87 km/h.
Die stationären Geschwindigkeitsmessanlagen im Dresdner Stadtgebiet haben im Jahr 2025 insgesamt 76.980 Verstöße erfasst. Das sind rund 5,5 Prozent weniger als im Jahr 2024 mit 81.886 Verstößen.
