Eine Viertelstunde länger mit der Bahn von Cottbus in Richtung Berlin
Bahnreisende in der Lausitz müssen sich auf ein Jahr Geduldsprobe einstellen, und zwar vom 13. Dezember dieses Jahres bis 11. Dezember nächsten Jahres. Danach werden sie belohnt. Von Cottbus nach Berlin soll es dann im Halbstundentakt gehen. Für ein ganzes Jahr wird der Streckenabschnitt zwischen Lübbenau und Cottbus komplett gesperrt. Grund ist zweigleisige Ausbau der rund 29 Kilometer langen Nadelöhr-Trasse.
Ganz abgeschnitten wird die Region aber nicht. Kern des Ersatzkonzepts ist die Regionalbahnlinie RE20: Sie wird stündlich von Lübbenau über Calau nach Cottbus umgeleitet. Fahrgäste kommen so weiterhin ohne Umsteigen mit dem Zug nach Berlin – die Fahrt dauert durch den Schlenker allerdings rund eine Viertelstunde länger.
Wer an den kleineren Bahnhöfen dazwischen einsteigt – etwa in Vetschau, Raddusch oder Kolkwitz –, muss auf Busse umsteigen. Die Linie RE2 endet aus Richtung Berlin bereits in Lübbenau. Von dort pendeln stündlich Ersatzbusse zum Cottbuser Hauptbahnhof.
Zusätzliche Einschräknungen kommen auf Reisende in drei Bauphasen zu: Im Dezember, Januar und kommenden Herbst wird direkt im Bahnhof Lübbenau gebaut. Dann dehnt sich die Sperrung bis Lübben und Calau aus. Der RE20 fällt ab dem Flughafen BER komplett aus, und auch der RE2 stoppt schon in Lübben. In diesen Wochen müssen Fahrgäste komplett auf Express- und Ersatzbusse umsteigen. Weitere Infos dazu auf der Interneteseite des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg www.vbb.de.
Für die Fahrgäste heißt das: ein Jahr lang mehr Reisezeit einplanen. Doch die Geduld soll sich auszahlen: Ab Ende 2027 soll auf der zweigleisigen Strecke endlich der durchgehende Halbstundentakt zwischen Berlin und Cottbus rollen – inklusive direkter Anbindung an den Hauptstadtflughafen BER.
