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  • Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und Ur-Krostitzer Chef Sven-Matti Kamann beim anschneiden der Torte.

Ein Herz für Tiere: Warum Tierpatenschaften im Zoo Leipzig so beliebt sind

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Stellen Sie sich vor, Sie spazieren durch den Zoo Leipzig und sagen: „Das Erdmännchen da vorne? Das gehört quasi zu mir!“ Genau das erleben gerade viele Leipziger. Der Zoo und die Ur-Krostitzer Brauerei sind nämlich schon seit 25 Jahren dicke Freunde und feiern dieses Jubiläum mit einer richtig tollen Aktion. Gemeinsam haben sie es geschafft, 90 neue Patenschaften für die Tiere zu finden.

Eine Freundschaft, die hilft

Die Brauerei unterstützt den Zoo schon sehr lange. Einmal im Jahr rufen sie dazu auf, Paten für die Tiere zu finden. Sven-Matti Kamann, der Chef der Brauerei, ist selbst begeistert dabei. Er sagt: „Es ist fantastisch, dass wir so eine gemeinsame Bewegung entwickeln, um zusätzliche Fördermittel für den Zoo zu sammeln.“

Dabei geht es nicht nur ums Geld. Es ist eine echte Herzensangelegenheit. Kamann ist dieses Jahr sogar Pate für ein Hängebauchschwein und Alligatoren. Er freut sich besonders über die Nähe zu den Tieren: „Ich finde es immer schön, mit den Kindern im Zoo zu sein und das Tier im Streichelgehege füttern zu können.“

Vom Fisch bis zum Elefanten

Im Zoo Leipzig gibt es insgesamt etwa 2.000 Patenschaften. Das bringt jedes Jahr rund 250.000 Euro ein. Dieses Geld hilft dem Zoo direkt dabei, sich weiterzuentwickeln.

Zoodirektor Jörg Junhold erklärt, dass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist: „Das geht los bei einem Doktorfisch für 50 Euro und reicht bis zu einer Patenschaft für einen Elefanten für 6.000 Euro.“

Das absolute Lieblingstier der Paten ist übrigens das Erdmännchen. Davon gibt es gleich 150 Stück, die einen Paten haben!

Was macht ein Tierpate eigentlich?

Man muss kein Experte sein, um Pate zu werden. Es gibt keine schweren Aufgaben. Jörg Junhold fasst es einfach zusammen: „Man muss sein Tier einfach liebhaben und möglichst oft die Patenschaft verlängern.“

Als Dankeschön bekommt man eine Urkunde und darf einmal im Jahr zum großen Patenfest kommen. Dort gibt es dann spannende Blicke hinter die Kulissen, die normale Besucher nicht sehen dürfen – wie zum Beispiel eine Fütterung der Alligatoren im Terrarium.

So einfach werden Sie Pate

Wer auch ein Herz für Tiere hat, kann sich ganz unkompliziert melden. Das geht entweder online über die Website des Zoos oder ganz persönlich beim Freundes- und Förderverein. Man ist dann nicht nur ein Unterstützer, sondern gehört fest zur Zoo-Familie dazu.

Audio:

Im Interview mit dem Zoodirektor und einer Patin erfährt man mehr über die Tierpatenschaften.