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  • Das Schlösserland hatte vor einigen Wochen Raupen im Großen Garten entdeckt

Eichenprozessionsspinner: Das müssen Sie wissen

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Der Sommer ist da und mit ihm wie in jedem Jahr der Eichenprozessionsspinner. Auch in Dresden wurde er schon mehrfach gesichtet, unter anderem im Großen Garten.

Die Gifthaare der Raupen sind auch für Menschen gefährlich. Und selbst wenn sich die Raupen schon zum Falter weiterentwickelt haben, befinden sich die Härchen noch in den übrigbleibenden Nestern und sind weiterhin giftig.

Aber nicht jede Raupe ist ein Eichenprozessionsspinner. Zeitgleich treten zum Beispiel Gespinstmotten auf, die für den Menschen völlig ungefährlich sind. Diese spinnen ihre Futterpflanzen, unter anderem Weißdorn und Pfaffenhütchen, komplett ein und werden deshalb häufig mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt.

Woran erkennt man, ob es die gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners sind?

•        Die Raupen befinden sich an älteren Eichen.
•        Sie bilden Gespinste aus mehreren Raupen am Stamm oder an dickeren Ästen.
•        Sie spinnen nicht die Pflanze ein, sondern sich selbst.
•        Sie haben lange Haare.
•        Sie sind tagsüber nicht aktiv.
•        Sie bewegen sich in der Dämmerung und Nacht wie aufgereiht (in einer „Prozession“) zur Baumkrone zum Fressen.

Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt warme, sonnige Orte, weswegen häufig alleinstehende Eichen, Straßenbäume oder Bäume am Waldrand betroffen sind.
Hotspots der Vorkommen in Dresden waren im letzten Jahr Straßenbäume entlang der Königsbrücker Straße sowie dicke Eichen im Waldpark Blasewitz.
Grundsätzlich gibt es weder eine Melde- noch eine Bekämpfungspflicht für den Eigentümer des befallenen Gehölzes.
Bei besonderer Gefährdung durch niedrig gelegene Nester an Wegen, auf Spielplätzen oder anderen stark frequentierten Plätzen, ist eine Entfernung durch Fachpersonal jedoch zu empfehlen.

Die wichtigsten Informationen sind auf der Internetseite der Landeshauptstadt Dresden unter www.dresden.de/eichenprozessionsspinner zu finden.

Seit diesem Jahr stellt der Deutsche Wetterdienst ein Frühwarnsystem zur Abschätzung der Gefahr durch die Raupen des Eichenprozessionsspinners bereit. Darin kann tagaktuell das Entwicklungsstadium der Tierchen abgerufen werden. Der Informationsdienst steht kostenlos unter https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/eichenprozessionsspinner_view/_node.html zur Verfügung.