Ebersbach: Krankenhaus weist Vorwurf von Kreistagsfraktion zurück
„Es war keine Abweisung, sondern eine Information über erschöpfte Kapazitäten“ – so reagiert das Krankenhaus Ebersbach auf Vorwürfe der Kreistagsfraktion BSW/FWZ. Hintergrund ist ein Vorfall vom 10. Februar, bei dem eine reanimierte Patientin eingeliefert wurde.
Nach Angaben der Klinik waren der Schockraum und alle Zimmer der Notaufnahme zum besagten Zeitpunkt belegt. Erst auf Entscheidung des leitenden Notarztes wurde die Frau direkt an das Herzkatheterlabor und die Intensivstation zugewiesen. Die behandelnde Ärztin bekräftigte im Nachgang, dass es sich um eine notwendige Statusmeldung gehandelt habe.
Die Kreistagsfraktion fordert dennoch Antwort von Landrat Stephan Meyer. Die Fraktion verlangt Aufklärung über die Belegungssituation.
Antwort der Geschäftsführung der Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz mbH - an uns übermittelt vom Landratsamt Görlitz im Wortlaut:
Tatsächlich hat das Klinikum Ebersbach den Rettungsdienst am 10. Februar 2026 über Kapazitätsprobleme informiert. Der Schockraum und alle weiteren Zimmer der Notfallaufnahme waren zum benannten Zeitraum am 10. Februar 2026 belegt. Der Notarzt sollte darüber informiert werden und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Notarzt war der 1. Oberarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin in Ebersbach. Er entschied sich für eine direkte Zuweisung an das Herzkatheterlabor mit direkter Aufnahme auf die Intensivstation.
Es gab im Anschluss ein Gespräch zwischen der diensthabenden Ärztin der Klinik für Innere Medizin und einem Rettungsdienstmitarbeiter. Hier wurde seitens der Ärztin bekräftigt, dass es keine Abweisung war, sondern eine Meldung über Kapazitäten.
