- Ein Wertstoffhof in Leipzig. Drei sollen in einigen Jahren einen Selbstentsorgungs-Service anbieten.
Drei Leipziger Wertstoffhöfe bekommen Selbstentsorgungsangebot - aber frühestens 2029
Die Leipziger CDU will die hiesigen Wertstoffhöfe in die moderne Gegenwart holen. Im Stadtrat beschlossen wurde am Mittwoch letztendlich ein Kompromiss-Vorschlag der Verwaltung. Der glänzt mit besonderer Langsamkeit …
Darum geht´s:
Viele arbeitende Menschen in Leipzig haben keine Zeit, ihre Sonderabfälle bzw. Sperrmüll während der regulären Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe zu entsorgen. Deshalb forderten die Christdemokraten, ein Konzept für einen 24/7-Selfservice mit digitaler Unterstützung auszuarbeiten. Bis zum Frühjahr 2027, damit es bis Ende 2027 umgesetzt werden könne.
Laaangsam …
Gute Idee, aber dem Rathaus geht das viel zu schnell: Stattdessen wurde vorgeschagen, die entsprechende Machbarkeitsstudie bis Ende 2027 auszuarbeiten. Das wiederum ist der CDU zu langsam. In Potsdam zum Beispiel habe das Gleiche von der Idee bis zur Umsetzung gerade mal ein halbes Jahr gedauert.
Nach einigem Hin und Her hat der Stadtrat tatsächlich auch die schnelle Umsetzung abgelehnt. Stattdessen wurde beschlossen, keine Machbarkeitsstudie durchzuführen und das Konzept ohne diese umzusetzen. Allerdings erst frühestens 2029 und nur bei insgesamt drei Leipziger Wertstoffhöfen.
Mit dem Zugangssystem zur Selbstentsorgung außerhalb der Öffnungszeiten ausgestattet werden sollen die Wertstoffhöfe Wasserturmweg (soll Mitte 2030 den Betrieb aufnehmen), Lützschena-Stahmeln (wird 2029 errichtet) sowie anschließend eine weitere Zweigstelle.
Hier können Sie den bürokratischen Werdegang der Stadtratsentscheidung nachlesen.
