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Sanierung der Technischen Sammlungen beginnt

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In den Technischen Sammlungen geht bald das Licht aus. Das Museum in Dresden Striesen schließt am 2. November für eine umfassende energetische Sanierung. 

Als erstes wird der Innenhof instandgesetzt, dann geht es im Gebäude und an der Fassade weiter. So werden zum Beispiel die meisten der 600 Fenster erneuert. Während der Bauzeit ziehen Teile der interaktiven Ausstellung mit ins Landhaus am Pirnaischen Platz.

Industriedenkmal wird umfassend saniert

Ziel der umfangreichen Sanierungsarbeiten ist es, das bedeutende Industriedenkmal langfristig zu erhalten, den Museumsbetrieb dauerhaft zu sichern und die Energiekosten zu senken. Ab Anfang November werden zunächst die Flucht- und Rettungswege im Gebäude gesichert. Im ersten Quartal 2027 beginnen die Arbeiten im Innenhof. Dafür wird die bestehende Hofkellerdecke vollständig zurückgebaut und eine Baustellenzufahrt von der Junghansstraße aus eingerichtet. 

Diese Arbeiten sollen bis Juli 2027 abgeschlossen sein. Anschließend folgen die energetische Sanierung und die weiteren Arbeiten am Gebäude. Im Detail sind rund 2300 Quadratmeter Dachfläche und 1400 Quadratmeter Fassadenfläche sowie die Türen und rund 600 Fenster denkmalgerecht zu sanieren bzw. zu erneuern. Auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ist vorgesehen. Der 48 Meter hohe Turm bekommt einen zweiten Fluchtweg. Weiterhin wird die Brandmeldeanlage erneuert und die Sicherheitsbeleuchtung instandgesetzt. 

Baubürgermeister Stephan Kühn: „Mit der energetischen Sanierung der Technischen Sammlungen Dresden gehen wir eines der größten Bauprojekte im Bereich ihrer Kulturbauten an. Wir investieren in den Erhalt eines bedeutenden Industriedenkmals und schaffen zugleich die Voraussetzungen dafür, dass die Technischen Sammlungen dieses Gebäude auch in Zukunft als modernes Museum beleben können. Besonders freut mich, dass der Bund eine Förderung von bis zu sechs Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. Dass wir die Sanierung in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz planen, ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“

20,4 Millionen Euro für Gebäude und Sicherheit

Für die energetische Sanierung sind 13,8 Millionen Euro vorgesehen. Davon sollen sechs Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kommen. Der Bund hat die Förderung in Aussicht gestellt. Die verbleibenden 7,8 Millionen Euro trägt die Stadt Dresden aus eigenen Mitteln. Für die Sicherung des Gebäudes und den Rückbau der Hofkellerdecke stehen weitere rund 1,6 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt bereit.

Parallel zur Sanierung wird die Planung für den „Garten der Wissenschaften“ fortgesetzt. Ab 2030 soll insbesondere der Innenhof neu gestaltet und in das Museumsangebot integriert werden. Dafür sind in der Haushaltsplanung rund fünf Millionen Euro ab 2029/2030 vorgesehen. Die Stadt prüft fortlaufend mögliche Fördermittel.

Abschiedsfest am 31. Oktober und 1. November

Bevor die Technischen Sammlungen ihre Ausstellungsräume schließen, lädt das Museum am Sonnabend, 31. Oktober, und Sonntag, 1. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr zum großen Abschiedsfest ein. Auf dem Programm stehen Mitmachangebote, Science-Shows und besondere Führungen abseits der Ausstellungsräume. Besucherinnen und Besucher können unter anderem Leuchtkreisel löten, Beutel siebdrucken und Schleim herstellen.

Was sind die Technischen Sammlungen?

Die Technischen Sammlungen sind das größte Museum der Stadt Dresden und zu viel mehr als „nur“ einem Museum herangewachsen. Sie sind Science Center, Erlebnisort für alle Altersgruppen sowie ein Treffpunkt im Quartier und ein Aushängeschild für Dresden, weit über die Stadtgrenzen hinaus. Besonders Familien und Kinder finden hier zahlreiche Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Phänomene und technische Zusammenhänge selbst zu erkunden. Mit ständigen Ausstellungen zu Geschichte der Fotografie und des Films, des Computers und anderer Medientechnik sowie Sonderausstellungen zu Fotokunst und aktueller Technologieforschung fördert das Museum die Auseinandersetzung mit den technischen Grundlagen der Gegenwart.