- Planitzer Markt
Denkmal auf dem Markt: Kippt der Siegerentwurf?
Beim Ideen-Wettbewerb zum Planitzer Markt hat „Sieben auf einen Streich“ die meisten Stimmen erhalten. Also wird diese Glasskulptur auch angefertigt, dachten sicher viele. Auch das Kulturamt war der Meinung und schlug dem Kulturausschuss vor, die Umsetzung des Siegerentwurfs zu beschließen. Doch es kam am Donnerstag anders.
Die AfD beantragte, das Thema nicht öffentlich zu behandeln. Dafür fand sich hinter verschlossenen Türen eine Mehrheit, und so wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten und anschließend mitgeteilt, dass das Thema vertagt wurde.
Am 19. September waren die Planitzer aufgerufen, über die 79 Vorschläge für den Markt abzustimmen. 228 Nieder-, Ober- und Neuplanitzer beteiligten sich. Wie das Kulturamt informierte, kam der genannte Entwurf von Sabrina Vivian Groh auf Platz 1. Auch die Vorschläge auf den anderen Podestplätzen wurden genannt, aber nicht die Zahl der Stimmen.
Hier könnte das Problem liegen. Es gab eine ganze Reihe von verschiedenen Vorschlägen zu einer Persönlichkeit oder einem Thema – etwa zehn Varianten, Gert Fröbe ein Denkmal zu setzen; der Spaßvogel wurde ähnlich oft genannt oder aufgegriffen. Sie standen alle einzeln zur Abstimmung und wurden vermutlich alle einzeln gewertet. Wie wäre damit umzugehen, wenn es zum Beispiel in der Summe mehr Stimmen für ein Gert-Fröbe-Denkmal gab als für den Siegerentwurf? Das wäre eine berechtigte und spannende Frage, die öffentlich gestellt und diskutiert werden darf.
