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  • Henrik Bonesky, der Organisator der Wooosn, lässt Chemnitz wieder feiern.

Chemnitzer Wooosn: Im Schatten der Scheinwerfer

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Die Bilder sind seit Jahren bekannt. Männer in Lederhosen, Frauen im Dirndl, volle Bierkrüge. Es wird geschunkelt, gelacht und angestoßen. Dazu duftet es nach Brezn, Hendl und Leberkäs. Heute beginnt auf dem Hartmannplatz wieder die Chemnitzer Wooosn. Mit drei „o“. Wegen der Stadt mit den drei „o“ im Namen. Na, Sie wissen schon.

Was dagegen kaum jemand weiß: Hinter dem Festzelt steckt eine Menge Schlepperei. Und einige Zahlen können sich sehen lassen.

37 Tonnen nur für die Bierkrüge

Fangen wir beim wichtigsten Arbeitsgerät an. Dem Bierkrug. Volle und leere Krüge bringen es während einer Wooosn-Saison zusammen auf rund 37 Tonnen Gewicht, das die Bedienungen bewegen. Veranstalter Henrik Bonesky rechnet 2026 mit etwa 10.000 Litern Bier. Die Maß kostet wie im Vorjahr 12,50 Euro.

Damit der Gerstensaft kalt bleibt, stehen zwei große Bierkühler und ein Kühl-Lkw bereit. Und wenn wir schon beim Schleppen sind: Allein für die beiden großen Bühnen werden rund fünf Tonnen Material bewegt. Dafür baut das Team 130 Bühnenplatten zusammen.

Kilometerweise Kabel und Licht

Unter, neben und hinter der sichtbaren Wooosn verschwinden rund 3,4 Kilometer Kabel. Sie versorgen Licht, Ton, Küche, Bars und Technik. Oben herum wird ebenfalls nicht gespart: Etwa 100 Show-, Bühnen- und Effektleuchten kommen zum Einsatz. Dazu sorgen ungefähr 400 LED-Leuchtmittel für Festzeltbeleuchtung.

Aufgebaut werden außerdem 99 Biertischgarnituren. Musikalisch kommen während der Wooosn rund 50 Stunden Programm zusammen. Bands und DJs spielen dabei ungefähr 650 bis 700 Songs.

15 Kilometer Toilettenpapier

Eine Zahl findet sich weit weg von Bühne und Zapfhahn. Mindestens 15 Kilometer Toilettenpapier werden während einer Saison allein auf den Damentoiletten verbraucht. Die Herrentoiletten sind dabei noch nicht eingerechnet.

Und nach dem letzten Abend beginnt die Suche nach den Besitzern vergessener Dinge. Rund 110 Fundstücke bleiben im Schnitt zurück.

Schnitzel, Bergblick und frische Luft

Neu sind in diesem Jahr eine Entlüftungsanlage und ein großes Bergpanorama im Zelt. Auf der Speisekarte stehen erstmals Schnitzel mit Kartoffelsalat für 18,50 Euro, fünf Flaschenweine und süße Bowls. Brezn kosten 3,50 Euro, Wein gibt es glasweise ab sechs Euro. Später öffnen der Wooosn-Späti mit Leberkäs- und Schnitzel-Semmeln sowie der Süßigkeitenstand.

Die Wooosn läuft bis 3. Oktober donnerstags bis samstags ab 18 Uhr. Tickets gibt es ab 30 Euro. Die Donnerstage gehören unter anderem Handwerkern, Vereinen und einem Inklusionsabend.

Das komplette Programm finden Sie hier