- Die Chemiker gedenken mit einer Choreo an einen kürzlich verstorbenen Fan. Auch Erfurt gedenkt an ihn und hält ein Banner hoch "Ruhe in Frieden, Lars".
Chemies Punkteserie von Erfurt zerschlagen
Ausverkauftes Haus im Alfred-Kunze-Sportpark und zusätzlich 900 Anhänger von Rot-Weiß Erfurt sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse. Die Voraussetzungen für einen echten Regionalliga-Abend waren also gegeben. Doch am Ende musste sich die BSG Chemie Leipzig dem Tabellenführer mit 0:2 geschlagen geben. Damit ist die Serie von drei ungeschlagenen Spielen in Folge gerissen.
Die Rollen waren vor dem Anpfiff klar verteilt: Erfurt reiste als Spitzenreiter nach Leipzig, Chemie stand auf Tabellenplatz 14. Auf dem Platz war davon in der ersten Halbzeit allerdings nicht allzu viel zu sehen. Beide Mannschaften gingen mit hohem Tempo in die Partie. Rot-Weiß Erfurt hatte zwar etwas mehr Spielanteile, die gefährlicheren und knapperen Möglichkeiten gehörten aber den Leutzschern. Tore fielen zunächst keine. Mit einem 0:0 ging es nach einer Minute Nachspielzeit in die Kabinen.
Auch abseits des sportlichen Geschehens wurde es im Alfred-Kunze-Sportpark emotional. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte gedachten die Chemie-Fans eines verstorbenen Anhängers. Der Block erstrahlte in grünem Pyro, auch die Erfurter Fans zeigten mit einem Banner ihre Anteilnahme.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Chemie, offensiv nachzulegen. In der 64. Minute feierte Neuzugang Luka Klanac sein Debüt im Chemie-Trikot. Nur wenige Minuten später durfte er sogar kurz jubeln: Sein vermeintlicher Treffer zählte allerdings wegen einer Abseitsstellung nicht.
Stattdessen wurde der Ball immer wieder gefährlich vor das Chemie-Tor gebracht. Die Erfurter Defensive stand jedoch sicher und ließ nur wenig zu. In der 75. Minute schlug der Tabellenführer dann zu: Caciel brachte Rot-Weiß Erfurt mit 1:0 in Führung. Chemie kämpfte weiter, fand gegen die kompakte Defensive der Gäste aber kaum ein Durchkommen. In der 86. Minute machte Felßberg mit dem 2:0 endgültig den Deckel drauf.
Es war insgesamt eine intensive und teilweise ruppige Partie. Vor allem die Erfurter gingen körperlich ordentlich zur Sache. Mehrere Gelbe Karten waren die Folge.
Am Ende steht eine 0:2-Niederlage für Chemie Leipzig. Die Leutzscher haben sich gegen den Tabellenführer lange teuer verkauft und kämpferisch dagegengehalten. Für Punkte hat es diesmal aber nicht gereicht. Nach drei ungeschlagenen Spielen in Folge ist die Serie damit gerissen.
