++ EIL ++

CFC-Finanzkrise sorgt für Wirbel

Zuletzt aktualisiert:

Die Finanz­krise beim CFC hat bei den Stadt­räten Fassungs­lo­sig­keit ausge­löst. SPD-Frakti­ons­chef Detlef Müller sprach von einem beispiel­losen Desaster. Er forderte die Vereins­füh­rung auf, endlich alle Karten auf den Tisch zu legen. Grünen Chef Thomas Lehmann warf dem CFC jahre­lange Schön­fär­berei vor - die AfD-Fraktion nannte den Stadi­onbau eine verfehlte Grund­satz­ent­schei­dung, die jetzt alle ausbaden müssten. Der Club ist durch kaufmän­ni­sche Fehlent­schei­dungen und unter­schätzte Betriebs­kosten tief ins Minus gerutscht. Es beträgt nach Vereins­an­gaben mehr als zwei Millionen Euro. Insider vermuten, dass das Defizit noch weitaus höher ist. Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig hat den CFC aufge­for­dert, den Verein endlich auf eine wirtschaft­lich solide Basis zu stellen. Sonst könne die in Aussicht gestellte Finanz­hilfe von knapp 1,3 Millionen Euro nicht ausge­zahlt werden. Der Verein müsse endlich profes­sio­nelle Struk­turen schaffen, außerdem soll er bis nächste Woche ein Sanie­rungs­kon­zept vorlegen. Die Stadt will helfen, indem sie den Erbbau­rechts­ver­trag für das Stadion vorzeitig auflöst und die Geld dem Club auszahlt. In der CFC-Finanz­krise will neben der Stadt auch der Energie­ver­sorger eins helfen. Das Chemnitzer Unter­nehmen hat dem Verein ein Darlehen über 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Bedin­gung ist aller­dings ein Sanie­rungs­kon­zept, das der Club bis Ende nächster Woche vorlegen muss. Außerdem ist der Kredit von der Stadt­rats­ent­schei­dung im Dezember abhängig. Nur wenn die Fraktionen die städti­sche Finanz­spritze von knapp 1,3 Millionen Euro absegnen, will auch der Energie­ver­sorger den CFC finan­ziell aus der Klemme helfen.