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Casino-Razzia in Görlitz: „Ich war auf Mallorca“

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 Nach der erneuten Durchsuchung seiner ehemals fünf Görlitzer Casinos hat sich Geschäftsmann Stefan Menzel bei uns gemeldet. Der 36-Jährige  war auf Mallorca, als er davon erfuhr.  Die Polizei hatte gestern im Rahmen eines  Ermittlungsverfahrens Spielautomaten beschlagnahmt.  Menzel sieht sich nicht mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Nach seiner Ansicht sei es um etwas Positives gegangen:

„Ja, ich war gerade geschäftlich länger in Mallorca unterwegs.   Ich habe im Grunde schon gar nichts mehr damit zu tun (mit den Casinos), aber ehrlich gesagt ging es jetzt da sogar um was Positives. Die Spielhallen, die mussten wieder freigegeben werden, weil auch schon für drei von den fünf Spielhallen eine neue Genehmigung erteilt wurde. Und ich denke, da hat die Polizei einfach jetzt noch mal Sachen gesichert, die sie vielleicht noch nicht ausgewertet hatte. Die Kriminalpolizei hat bestätigt, dass die Geschäfte wieder freigegeben sind und jetzt auch wieder betrieben werden können.“

Zuletzt waren im Juni vergangenen Jahres die damals noch ihm gehörenden Casinos durchsucht worden sowie seine Privat- und Geschäftsräume. Damals beschlagnahmten Polizei und Zoll u.a. große Mengen Bargeld: 190.000 Euro in Scheinen und fast 400 Kilogramm Münzgeld.  Seitdem wird gegen ihn wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels und Bankrotts, der  Insolvenzverschleppung und Abgabenhinterziehung ermittelt. 

Menzel saß vorübergehend im Gefängnis. Nach vier Wochen wurde Haftbefehl gegen eine Kaution außer Vollzug gesetzt. Außerdem hatte er sch regelmäßig bei der Polizei zu melden. Inzwischen lebt er überwiegend in Polen. Die Auflagen bestehen offenbar nicht mehr.

 


Audio:

Stefan Menzel