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Carolabrücke: Entscheidung über Neubau am 3. September

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Der Dresdner Stadtrat entscheidet am 3. September, welches Planungsbüro mit dem Neubau der Carolabrücke beauftragt wird. 

Vier Entwürfe sind im Rennen. Vor der Abstimmung werden die Einschätzung des Expertengremiums, die Ergebnisse des Bürger-Votums und die Empfehlung des Begleitgremiums vorgelegt. Diese sind aber nicht bindend, sondern lediglich Empfehlungen.  

Wie haben die Dresdner angestimmt? 

In der Bürgerumfrage „CarolaVote“ liegt die Arbeitsgemeinschaft FHECOR und TSSB mit 38 Prozent vorn. LAP und Knight Architects folgt mit 32 Prozent auf Platz 2 . GRASSL und gmp Architekten erreichen mit 23 Prozent den dritten Platz, Schüßler Plan und DKFS sortieren sich mit 7 Prozent auf dem vierten Platz ein. Insgesamt nahmen 25.887 Menschen an der Umfrage teil. Damit liegt ein breites und belastbares Stimmungsbild vor.

Was sagt das Begleitgremium? 

Das Begleitgremium empfiehlt dem Stadtrat, das Planungsteam LAP und Knight Architects mit der weiteren Planung zu beauftragen. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus: 14 Mitglieder stimmten für das Planungsteam LAP und Knight Architects, zwölf für das Planungsteam FHECOR und TSSB.

Was empfehlen die Experten? 

Das Expertengremium setzt auch den Entwurf von LAP auf den ersten Platz. Das von Professor Steffen Marx (TU Dresden) geleitete Gremium aus Experten im Bereich Architektur und Bauingenieurwesen verschiedener Universitäten und weiterer Institutionen bewertete die Entwürfe hinsichtlich der Machbarkeit und eventueller Risiken.

Wie geht es nach der Entscheidung weiter?

Nach der Entscheidung des Stadtrates soll das ausgewählte Planungsteam Ende September mit der zweiten Planungsstufe beauftragt werden. Ziel ist es, Anfang 2027 einen genehmigungsreifen Entwurf vorzulegen. Dafür wird die Planung weiter konkretisiert und angepasst, wenn das erforderlich ist.

Das Ergebnis wird im Frühjahr 2027 dem Begleitgremium vorgestellt. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll nach Beschluss des Stadtrates Anfang Oktober 2027 erfolgen. Der Baubeginn ist für Mai 2028 vorgesehen.

Carolabrücke stürzte 2024 ein

In den frühen Morgenstunden des 11. September 2024 kam es zu einem Teileinsturz der Carolabrücke. Auf einer Länge von etwa 100 Metern ist der Teil, auf welchem normalerweise die Straßenbahnen verkehren, in die Elbe gestürzt. Der Grund ist einem Gutachten zufolge eine sogenannte Spannungsrisskorrosion durch Feuchtigkeitseintrag während der Bauphase, verstärkt durch Ermüdung der Spannstähle. 

Der allmähliche Ausfall von Spanngliedern führte zum Verlust der Spannkraft. So stützte sich Zug C immer mehr auf den Querträger und damit auf die benachbarten Brückenzüge. Beim Einsturz riss dieser Querträger ab.