- Das sind die vier Entwürfe für den Neubau
Carolabrücke: Debatte um Autospuren geht weiter
In der Debatte um die neue Carolabrücke hat sich jetzt auch der Bund Deutscher Architekten zu Wort gemeldet. Die Experten befeuern die Debatte um die Breite der Brücke, denn sie halten vier Spuren für überdimensioniert und zu teuer. Eine zweispurige Variante sei völlig ausreichend.
Der Dresdner Stadtrat hat allerdings bereits beschlossen, dass die neue Carolabrücke vier Spuren bekommen soll. Dementsprechend folgte prompt eine Reaktion aus der CDU-Fraktion. „Unsere Carolabrücke ist einzigartig und der Ersatzneubau erregt bundesweite Aufmerksamkeit. Entscheidend ist für uns aber, was für die Dresdnerinnen und Dresdner wichtig ist. Und das sind vier Autospuren und ein schneller Bau“, erklärt die baupolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Bettina Kempe-Gebert,
„Wir haben alle Büros eingeladen und werden die vielen offenen Fragen mit ihnen nach dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung besprechen. Wir bauen für die nächsten 100 Jahre und brauchen eine leistungsstarke und zukunftsfähige Brücke“, so Kempe-Gebert weiter.
Gegenwind kommt von den Grünen: sie befürworten auch eine schmalere Variante. In Zeiten knapper Kassen müsse der Stadtrat die fachlichen Appelle endlich ernst nehmen, fordert Susanne Krause, Sprecherin für Stadtentwicklung und Bau bei den Bündnisgrünen. „Eine überdimensionierte vierspurige Autobrücke würde Verkehrspolitik von gestern für Jahrzehnte zementieren und wertvolle Finanzkraft binden, die unter anderem für die Brücke Budapester Straße gebraucht wird“, erklärt Krause.
Der Stadtrat entscheidet am 3. September, welcher der vier Entwürfe umgesetzt wird.
