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Bombenentschärfung in Cottbus

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In Cottbus laufen die Vorbereitungen für die Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe. Rund 3.000 Menschen müssen bis 11 Uhr den Sperrkreis verlassen. Um 12 Uhr wird der Zug-, Straßenbahn- und Busverkehr am Hauptbahnhof eingestellt. So entfallen von 12.30  bis 17 Uhr alle ODEG-Bahnen  zwischen Cottbus und Neuhausen. 

Der Blindgänger mit zwei Zündern war zu Wochenbeginn  bei Bauarbeiten auf dem Bahngelände zum Vorschein gekommen.  Um den Fundort am  Hauptbahnhof wird  ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen  Als Ersatzunterkunft steht die Turnhalle der Paul-Werner-Oberschule in der Bahnhofstraße bereit. 

Der Sperrkreis umfasst den Bereich zwischen Teilen der Karl-Liebknecht-Straße und der südlichen Wernerstraße, den Hauptbahnhof einschließlich des Parkplatzes am Wasserturm sowie den Bus- und Straßenbahnhof, die Fürst-Pückler-Passage, die Vetschauer Straße, die Calauer Straße und die Finsterwalder Straße. Westlich erstreckt sich der Sperrkreis bis zur Sachsendorfer Straße und schließt zudem weite Teile des Bahngeländes ein.

In Cottbus werden auch mehr als 80 Jahre nach Kriegsende Blindgänger gefunden. Die Stadt war im Februar 1945 Ziel eines alliierten Bombenangriffs. 435 Flugzeuge flogen damals über die Stadt.  Sie klinkten insgesamt über 1.000 Tonnen Bomben aus. Große Teile der Südstadt versanken in Schutt und Asche. In nur wenigen Stunden verloren 13.000 Cottbuser ihr Obdach. Mehr als 1.000 Menschen wurden getötet – darunter viele Flüchtlinge aus Schlesien und Ostbrandenburg.