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Blitzer-Fall in Taucha: Stadt erstattet nun Bußgelder

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46 Autofahrer können auf eine Rückzahlung hoffen. Die Stadt Taucha hat Betroffene angeschrieben. Sie müssen allerdings selbst aktiv werden.

Nach dem Freispruch des Feuerwehrmanns Ray Lange bietet die Stadt Taucha weiteren geblitzten Autofahrern eine Erstattung ihrer Bußgelder an. Insgesamt 46 Betroffene wurden angeschrieben. Das bestätigte die Stadt am Montag.

Hintergrund ist eine Geschwindigkeitsmessung vom 7. Mai 2025 in der Sommerfelder Straße. Dort galt vorübergehend Tempo 30. Das Amtsgericht Eilenburg hatte im Verfahren gegen Ray Lange festgestellt, dass das entsprechende Verkehrsschild mangels einer erforderlichen verkehrsrechtlichen Anordnung nicht hätte aufgestellt werden dürfen.

Lange war bei einer Einsatzfahrt mit 69 Kilometern pro Stunde geblitzt worden. Die Stadt hatte gegen ihn ein Bußgeld von 369 Euro, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot verhängt. Das Gericht sprach ihn frei.

Betroffene müssen Erstattung beantragen

Die Stadt Taucha hat sich nach eigenen Angaben aus Kulanz zur Rückzahlung entschlossen. Ein automatischer Anspruch auf Erstattung besteht damit nicht. Die angeschriebenen Autofahrer müssen selbst tätig werden und ihre vollständige Zahlung nachweisen. Außerdem müssen sie ihre IBAN, den Namen des Kontoinhabers und das Aktenzeichen angeben.

Die Unterlagen müssen bis zum 6. November 2026 bei der Stadt eingehen. Erst wenn alle erforderlichen Angaben vorliegen, kann die Rückzahlung veranlasst werden.

Nach Angaben der Stadt wurden bei der Messung insgesamt 62 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. In den meisten Fällen seien lediglich Verwarngelder verhängt worden. Bußgelder gab es demnach nur in wenigen Fällen. Lediglich ein Autofahrer habe einen Punkt erhalten. In diesem Fall wartet die Stadt zunächst die Rückmeldung des Betroffenen ab.