- Der Zwingerinnenhof war heute morgen wegen Glatteis vorerst geschlossen. Seit 11 Uhr ist er wieder für Besucher geöffnet
- Bis 11 Uhr war der Innenhofs des Dresdner Zwingers abgesperrt
- Auch Die Brühlsche Terrasse wurde wegen Glätte abgesperrt
- Auf den Straßen sieht es für die Bahnen der DVB gut aus - anders hingegen die Situation bei den Bussen.
- Der Stallhof in der Dresdner Innenstadt ist aufgrund der Glättegefahr geschlossen
- Trotz Streumaßnahmen waren die Gehwege in Dresden stellenweise spiegelglatt
Blitzeis sorgt für Chaos in Dresden
Gefährliches Blitzeis hat am Dienstagmorgen in und um Dresden für erhebliche Probleme im morgendlichen Berufsverkehr gesorgt. Nieselregen traf auf den gefrorenen Boden - das führte dazu, dass sich Straßen und Fußwege plötzlich in Eispisten verwandelten. Autofahrer kamen ins Rutschen und auch auf den Gehwegen gab es immer wieder Stürze. Der Weg zur Arbeit war für viele beschwerlich und gefährlich.
Polizei registrierte zahlreiche Unfälle
Zwischen Mitternacht und Vormittag gab es im Bereich der Polizeidirektion Dresden 68 Unfälle, bei denen nach derzeitigem Stand sieben Menschen verletzt wurden. Das sind fast so viele Verkehrsunfälle wie sonst innerhalb von 24 Stunden. Auf der A17 überschlug sich ein Auto nach einem Überholmanöver mehrfach. Der Fahrer und sechs weitere Insassen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Autobahn war in Richtung Dresden für ca. zwei Stunden voll gesperrt.
Auf der Münzmeisterstraße in Dresden brach auf der glatten Fahrbahn das Heck eines Busses aus und prallte gegen einen Baum. Im Bereich Flügelweg und Hamburger Straße ereigneten sich gleich mehrere Verkehrsunfälle, so dass der Verkehr dort komplett lahmgelegt wurde. In Meißen geriet die Fahrerin (54) eines Skoda Fabia auf der Friebelstraße ins Schleudern und prallte gegen einen parkenden Audi Q2. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von ca. 3.000 Euro. Der Fahrer (28) eines Mercedes Vito kam in Freital auf der Oberpesterwitzer Straße an einem Anstieg nicht mehr weiter und rutschte rückwärts gegen einen Zaun. Der entstandene Sachschaden betrug etwa 1.500 Euro.
Busse der DVB konnten nicht ausrücken
Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe waren enorm betroffen. Die Straßenbahnen fuhren zwar überwiegend nach Plan, jedoch konnten die Busse am Morgen zunächst nicht ausrücken.
Wie die Verkehrsbetriebe mitteilten, mussten die Strecken zunächst alle geprüft werden. Die Busse konnten erst kurz vor 6 Uhr die Betriebshöfe verlassen. Bis dahin wurden viele Verbindungen zwar als pünktlich angezeigt, wer jedoch an der Haltestelle stand, wartete oft vergeblich.
Vor allem die Bergstrecken am Stadtrand sorgen nach wie vor für Probleme. Gegen acht Uhr konnten die Busse dann wieder überwiegend regelmäßig unterwegs sein. Es kommt jedoch nach wie vor zu Verspätungen.
Wer generell mit dem ÖPNV unterwegs ist, sollte jedoch achtsam sein: auch an den Haltestellen gibt es dicke Eispanzer, bis alle Stationen gestreut sind, wird es wohl noch bis Vormittag dauern. Die DVB informieren zur aktuellen Situation auf ihren Social-Media Kanälen sowie ihrer Website dvb.de.
Winterdienst im Großeinsatz
Der Dresdner Winterdienst ist bereits seit 2 Uhr mit 48 Mitarbeitern und 42 Streufahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs. Schwerpunkt sind die Hauptverkehrsadern, insbesondere Höhenlagen, Gefällestrecken, Buslinien und Brücken. Insbesondere an Steigungen kommt es derzeit noch zu Problemen.
Schlösserland sperrt Freiflächen und Parks
Der Zwingerinnenhof blieb wegen Glatteis vorerst geschlossen gegen 11 Uhr wurde der Hof wieder geöffnet.
Die Brühlsche Terrasse und der Stallhof wurden abgesperrt. Die ZwingerXperience und die Festung Xperience bleiben am heutigen Dienstag ganztägig zu, ebenso der Schlosspark Pillnitz mit Palmenhaus sowie das Schloss Weesenstein.
Im Großen Garten in Dresden sind alle Wege überfroren, viele noch nicht gestreut - Fußgänger werden um besondere Vorsicht geboten.
Winterdienst im Dauereinsatz
Der Winter kommt für die DVB nicht etwa überraschend: Dass die Straßenbahnen fahren können, liegt etwa daran, dass die Bahnen regelmäßig unterwegs sind und die Fahrleitungsanlagen mit einer Glycerin-Mischung behandelt werden. Lediglich rutschende Autos sorgen an manchen Stellen für Verzögerungen, weil sich die Bahnen dahinter anstellen müssen.
Gegen dicke Eispanzer kann der aktive DVB-Winterdienst allerdings nicht vorab ankämpfen. Schon in der Nacht lag der Fokus vor allem auf den Bergstrecken, die bislang ein „kaum zu bewältigendes Hindernis“ darstellen, so die DVB. Und weiter: „Hier geht die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern vor Fahrplantreue“.





