Blitzeis bremst Berufsverkehr aus - Brüche und Prellungen in Notaufnahmen
Vereiste Straßen und spiegelglatte Fußwege - im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr ist es zu erheblichen Einschränkungen gekommen. Busse haben Verspätung. Dagegen rollt der Zugverkehr ohne größere Verspätungen. In den Landkreise Görlitz und Bautzen gab es bislang über 30 glättebedingte Unfälle. Zwei Menschen wurden verletzt. In Reichenau bei Kamenz rutschte eine Autofahrerin gegen einen Baum. In Malschwitz bei Bautzen wollte offenbar ein Lkw-Fahrer mehrere Fahrzeuge überholen. Dabei stieß er mit einem Pkw zusammen.
In Hoyerswerda wurde am Morgen vorübergehend der Stadtbusverkehr eingestellt. Seit 7.30 Uhr sind die Busse wieder unterwegs. Das teilten die Verkehrsbetriebe mit. In den nächsten Stunden könne es im Netz zu Verspätungen kommen. Massive Behinderungen gibt es auch im Busverkehr in anderen Regionen der Oberlausitz. Teilweise blieben die Busse im Depot.
Auf der A 13 kam ein Lkw ins Rutschen. Er blockierte beide Fahrbahnen zwischen Calau und Bronkow. Die Autobahn in Richtung Dresden wurde gesperrt. Bei dem Unfall wurde der Dieseltank aufgerissen. Mehrere hundert Liter Kraftstoff liefen aus. Die Polizei rät dringend: Fahren Sie langsam, fahren Sie vorausschauend und halten Sie genügend Abstand!
Die Notaufnahmen der Krankenäuser halten sich für Verletzungen durch Stürze, wie z.B. Frakturen und Stauchungen, bereit. Auf eine Anfrage im Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda um 9 Uhr sagte uns Krankenhaussprecher Gernot Schweitzer: „Bislang hatten wir fünf Patienten mit Frakturen.“ Mehr Andrang als üblich in der Notaufnahme des Bautzener Krankenhauses. „Die Kollegen hatten vermehrt mit Knochenbrüchen und Verstauchungen zu tun“, so der Sprecher der Oberlausitzkliniken OLK, Robert Reuther. Ins Görlitzer Klinikum wurden sechs Patienten mit Prellungen und Brüchen gebracht.
