Bleibt der Glasbrunnen für immer trocken?
Der Glasbrunnen vor dem ehemaligen Robotron-Gebäude am Pirnaischen Platz in Dresden soll wieder sprudeln! Das fordert Team Zastrow in einem Antrag an den Stadtrat.
Durch eine Anfrage des Teams war öffentlich geworden, dass die zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen diesen Brunnen hatte abschalten lassen, obwohl er technisch in Ordnung ist.
So wird die Abschaltung des Brunnens begründet
„ Die technische Ausstattung des Glasbrunnens befanden sich bis zum Ende des Jahres 2025 in einem Kellerraum des Gebäudes auf der Grunaer Straße 2“, antwortet Eva Jähnigen auf die Frage der Ratsfraktion. Und weiter: „Von der Landeshauptstadt Dresden waren bis zu diesem Zeitpunkt Teile des Gebäudes angemietet. Aufgrund der Historie des Gebäudes war der Brunnen mit seinen Medienanschlüssen mit dem ehemaligen Robotron-Gebäude verbunden.“
Mit der Kündigung des Mietverhältnisses wurden alle Mietflächen an den Eigentümer übergeben. Somit wurden die Anschlüsse im ehemalige Technikraum im Keller zurückgebaut. „Ein Weiterbetrieb in den Räumen des Gebäudes ist dauerhaft ungewiss, da es Bauabsichten des Eigentümers gibt“, erklärt die Bürgermeisterin.
Offenbar war die Abschaltung jedoch gar nicht notwendig, da der Eigentümer nach Medienberichten keine Hinderungsgründe für einen Weiterbetrieb sieht. Später wurde das Alter der Anlage als Begründung nachgeschoben und auf den Neubau eines Gerätehauses verwiesen, der weder finanziell noch planerisch gesichert ist.
Der Glasbrunnen ist einer der besonderen Brunnen in Dresden mit hohem künstlerischem und städtebaulichem Wert. Er ist über 50 Jahre alt und gilt als eines der besonderen Brunnenbauwerke in Dresden. Entworfen wurde er von der ostdeutschen Künstlerin Leonie Wirth.
