Berühmte Basteiaussicht öffnet bald

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Die beliebte Bastei-Aussicht in der Sächsischen Schweiz soll nach jahrelanger Bauzeit am 3. Februar wieder für Besucher öffnen. Das hat das Sächsische Immobilien- und Baumanagement mitgeteilt. Für drei Millionen Euro wurde der Sandsteinfels aufwendig gesichert und eine freischwebende Aussichtsplattform installiert. Der Steg ist 21 Meter lang und besteht aus Beton. Das neue Metallgeländer steht größtenteils bereits auf der schwebenden Aussichtsplattform. Was noch fehlt ist der Holz-Handlauf. Auch neue Sitzbänke und rollstuhlgerechte Wege wurden errichtet.

Rund 40 Kubikmeter Spezialbeton war für die neue schwebende Plattform über dem zur Elbe abfallenden Felsriff nötig. Im Mai 2022 war der entscheidenden Bauschritt und die neue Platte der Aussicht auf dem Basteifelsen in etwa 190 Meter hoch über der Elbe (305 m ü. NHN) wurde in Beton gegossen. Der angelieferte Spezialbeton wurde über eine knapp 180 Meter lange Rohrleitung bis zur Baustelle auf den Aussichtspunkt gepumpt und dort in die an einem weithin sichtbaren, auffälligen Traggerüst befestigte Schalung - die Laien an eine kleine Eisenbahnbrücke erinnert - eingebracht.

Für die etwa insgesamt 20 Meter lange und bis zu 3,50 Metern breite Plattform, die nun über dem Felsen schwebt, wurden reichlich 37 Kubikmeter Spezialbeton angeliefert und verbaut. Damit wurde ein Steg, der sich lediglich im hinteren Bereich auf dem Felsen abstützt und im vorderen erodierten Bereich des Felsens in geringer Höhe frei über diesem schwebt, gebaut.

Bis ins Jahr 2021 wurde zunächst der Felsen umfangreich gesichert. Verwitterte Sandsteinfugen wurden mit Spezialmörtel verfüllt. Der Fuß des Felsens bekam ein 100 Quadratmeter großes „Korsett“ in Form einer Spritzbetonschale in Farben und Profil dem Erscheinungsbild des Sandsteins. Etwa 60 Felsnadeln überbrücken das porösen Fels mit festem Fels und verbinden unterschiedlich feste Sandsteinschichten. Dazu wurden Kleinverpresspfähle vertikal bis in eine Tiefe von max. 18 Metern verankert. Dadurch wurden die Sandsteinschichten miteinander verbunden und schwach tragfähige Schichten überbrückt.

Der wohl beliebteste Aussichtspunkt der Bastei, die zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz zählt, ist seit dem 12. Mai 2016 in diesem Teil gesperrt. Geologen hatten im Fels unterhalb der berühmteste Basteiaussicht sprödes Gestein vorgefunden und Alarm geschlagen. Daraufhin wurde die darüber liegende Plattform gesperrt.