- Seit über einem Jahr ist das Baikal eine Baustelle
Beim Baikal ist noch kein Ende der Arbeiten in Sicht
Zwei Kräne drehen sich auf der Baustelle vom Neuplanitzer Baikal-Center. Es tut sich was, aber es schaut nicht nach Endspurt aus. Auf der Seite, wo Edeka und Netto einziehen werden, fehlt noch das Dach. Ansonsten sind Wände zu sehen, blanke und welche mit Dämmung. Laut Bautafel soll das Einkaufszentrum in diesem Halbjahr fertig werden, was bereits sechs Monate Verzug wären. Doch auch daran ist nicht zu denken.
Von dem Bauvorhaben sind rund 60 Prozent abgehakt. Diese Zahl nannte am Dienstagabend Lisa Martin bei der Einwohnerversammlung in der Planitzer Feuerwache. Lisa Martin ist Projektmanagerin im Amt für Wirtschaftsförderung, steht im Kontakt mit dem Unternehmen Realdaptive und informierte in Abstimmung mit dem Investor über den aktuellen Stand.
Als Hauptknackpunkt nannte sie Probleme mit der Statik auf der Seite in Richtung Flugplatz. Es wurden Baustoffe vorgefunden, die nicht den heutigen Anforderungen entsprechen. Das Bauwerk musste verstärkt werden. Ein Untergeschoss muss noch fertiggestellt und ein Dach errichtet werden, Rohbauarbeiten müssen zu Ende geführt werden, und dann folgen Innenausbau, Haustechnik usw. Noch viel Arbeit. Einen Eröffnungstermin konnte Lisa Martin nicht nennen. Fest steht nur: 2026 ist er nicht mehr realisierbar.
Die Mainzer Firma investiert eine zweistellige Millionensumme in die Modernisierung des Einkaufszentrums. Oberbürgermeisterin Constance Arndt sagte am Ende des Tagesordnungspunktes, Zwickau sei dankbar dafür, dass sich ein privates Unternehmen dieser Sache annimmt.
