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Baustart für Landtags-Erweiterung

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Der Landtag in Dresden wird erweitert. Finanzminister Christian Piwarz und Landtagspräsident Alexander Dierks haben am Mittwoch mit einem symbolischen Spatenstich den Bau begonnen. Der Neubau auf der Freifläche zwischen Landtag und Kongresszentrum ist eine wesentliche Voraussetzung für die spätere umfassende Sanierung des Bestandsgebäudes. Hier entstehen zusätzliche Büroflächen und eine moderne Technikzentrale. 

„Diese Sanierung ist notwendig und lässt sich nicht aufschieben“, so der Finanzminister. „Gleichzeitig haben wir eine Lösung gewählt, die einen vollständigen Auszug des Parlaments in ein eigens zu errichtendes Interimsgebäude vermeidet.“

Haus ist in die Jahre gekommen 

Das Parlamentsgebäude ist seit mehr als 30 Jahren in Betrieb. Viele technische und bauliche Anlagen stammen noch aus dieser Zeit und entsprechen heutigen Anforderungen nicht mehr. Das betrifft unter anderem das IT-Leitungsnetz, die Strom- und Medientechnik, den Brandschutz und die Barrierefreiheit. Hinzu kommen sanierungsbedürftige Heizungs- und Abwasserleitungen sowie Schäden an der Bausubstanz. Auch technische Anlagen im Plenarsaal sind störanfällig und beeinträchtigen den parlamentarischen Betrieb. 

Das ist geplant 

Damit der Sächsische Landtag während der mehrjährigen Bauzeit arbeitsfähig bleibt, werden zunächst die zwei Erweiterungsbauten errichtet. Auf der Freifläche zwischen Landtag und Kongresszentrum entsteht ein Neubau mit zusätzlichen Büroflächen und einer Technikzentrale, die künftig wesentliche Teile der technischen Versorgung des Parlamentsgebäudes übernimmt. Die neuen Räume können während der späteren Sanierung des Altgebäudes zugleich als Ausweichflächen genutzt werden. So kann auf ein eigens zu errichtendes großes Interimsgebäude für einen vollständigen Auszug des Landtags verzichtet werden.

Ein weiterer Neubau ist im Innenhof des Landtags vorgesehen. In diesem sogenannten Kubus entstehen unter anderem ein öffentlich zugänglicher Anhörungsraum, Räume für Besuchergruppen und ein moderner Besucherbereich. Damit trägt der Landtag auch der deutlich gestiegenen Zahl an Besucherinnen und Besuchern Rechnung. Besuchten beispielsweise im Jahr 1994 knapp 14.000 Menschen den Landtag, sind es inzwischen mehr als 35.000 pro Jahr.

Die Gesamtbaukosten für Erweiterung und Sanierung des Sächsischen Landtags sind aktuell mit 317,2 Millionen Euro veranschlagt.