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Baustelle: Dresdner Hauptbahnhof teilweise vom Netz

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Bahnreisende brauchen starke Nerven: am Dresdner Hauptbahnhof werden ab Montag, den 9. Februar die Gleise Richtung Tharandt, Freiberg und Chemnitz gesperrt. 

Betroffen sind unter anderem die Linien RE 3, RB 30 und S 3. Bis November gibt es Umleitungen und Schienenersatzverkehr. Auch die Fernverkehrsanbindung per Intercity zwischen Chemnitz und Dresden ist bis Ende April gekappt. Grund für die Sperrung sind umfangreiche Bauarbeiten an einer Gleiskreuzung.  

Ein Teil der Züge fährt deshalb nur bis zum Bahnhof Neustadt, der andere Teil endet bzw. beginnt in Dresden-Plauen. Das Kreuzungsbauwerk unterhalb der Brücke Budapester Straße wird in mehreren Abschnitten abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Der Grund für den Neubau

Die alte Brücke ist zu schwach für den modernen Bahnverkehr. Mit dem Erreichen der Projekthalbzeit Mitte Februar wird ein erster Teil der neuen Brücke fertig, während der restliche Altbau abgerissen wird. Ziel ist es, dass Züge dort künftig mit 80 statt 60 km/h fahren können. Das soll den gesamten Bahnverkehr in Dresden pünktlicher machen und die Fahrzeiten verkürzen. 

So ändern sich die Fahrpläne

Vom 9. Februar bis Mitte November 2026 erreichen die Linien S 3, RE 3 und RB 30 den Dresdner Hauptbahnhof nicht. Die Züge starten und enden stattdessen in Dresden-Neustadt oder Dresden-Plauen. Als Ausgleich pendeln Busse im 10-Minuten-Takt zwischen dem Hauptbahnhof und Plauen, mit einem zusätzlichen Stopp am Nürnberger Platz. Dieser dichte Takt gilt unter der Woche ab 6 Uhr und am Wochenende ab 8 Uhr, jeweils bis 20 Uhr. In den Randzeiten fahren die Busse abgestimmt auf die Ankunft der Züge. 

Auch im Fernverkehr gibt es Änderungen: Wer mit dem IC 17 nach Chemnitz möchte, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Bis zum 30. April entfällt der Abschnitt zwischen Dresden und Chemnitz komplett. Ab Mai wird die Verbindung wieder aufgenommen, allerdings mit einer wichtigen Änderung: Die Züge werden umgeleitet und halten nicht am Dresdner Hauptbahnhof, sondern nur in Dresden-Neustadt. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis Mitte November.

Audio:

DB-Leiter Ulrich Mölke
VVO-Sprecher Christian Schlemper