- Ausbildungszentrum für Straßenwärter an der Herschelstraße
- Berufliches Schulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik an der Werdauer Straße
Bald bildet Zwickau Straßenwärter für alle sächsischen Landkreise aus
Das moderne Gebäude macht etwas her, und auf dem Gelände fallen die Warnbaken auf. Doch das Areal befindet sich an einer Ecke des Gewerbegebiets Kopernikusstraße, also ziemlich abgelegen. Es dürfte deshalb für viele Einheimische neu sein, dass in Zwickau überhaupt Straßenwärter ausgebildet werden und dass die Lehrlinge aus ganz Sachsen kommen - aktuell aus neun Kreisen, demnächst aus allen zehn Landkreisen des Freistaates.
Im neuen Jahr kommt noch der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dazu. Deshalb muss die Abmachung zwischen den Kreisen zur Straßenwärter-Ausbildung aktualisiert werden. Der Kreistag gab in diesen Tagen dem Landrat die Vollmacht, diese Vereinbarung abzuschließen. Das sichert den Ausbildungsstandort, hieß es sinngemäß im Kreistag, außerdem verringert sich der Kostenanteil, weil ja ein Kreis mehr im Boot ist.
Am Schulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik gibt es in jedem Jahrgang zwei Landesfachklassen für den Beruf des Straßenwärters - mit jeweils knapp 20 Azubis im Durchschnitt (zu denen der Landkreise kommen noch einige von der Autobahn GmbH). Der praktische Teil findet im erwähnten Ausbildungszentrum an der Herschelstraße statt.
Während der Ausbildung sind sie mehr in Zwickau als in ihrem Landkreis, sagte uns ein Azubi aus dem Osten des Freistaats. Ein Teil der Auswärtigen nutzt in den Wochen das Wohnheim in Eckersbach - auch davon haben wohl die meisten Zwickauer noch nichts gehört.

