- Auf so einem Kupplungskasten am Ende des Zuges hatte die beiden deutschen Jugendliche gesessen.
Bahnsurfer! Lebensgefährlicher Leichtsinn
Zwei Jugendliche haben sich in Chemnitz auf eine lebensgefährliche Zugfahrt eingelassen. Statt im Waggon saßen sie außen auf einem Kupplungskasten. Die Bundespolizei stoppte die beiden am Hauptbahnhof und machte weitere Entdeckungen.
Lebensgefährliche Fahrt auf der Regiobahn
Das hätte böse enden können! Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 19 Jahren haben am Donnerstagabend (5. November) in Chemnitz ihr Leben riskiert. Gegen 20.25 Uhr hatten sich die beiden Deutschen auf einen Kupplungskasten an der Außenseite einer Regiobahn gesetzt. Der befindet sich ganz vorn am Zug, direkt über der Kupplung.
So fuhren sie vom Südbahnhof zum Hauptbahnhof. Ohne jede Sicherung gegen einen Absturz.
Bremsleitung beschädigt – Alarm ausgelöst
Dabei beschädigten die beiden eine Bremsleitung. Bei einem Bahnmitarbeiter ging daraufhin eine Störungsmeldung ein. So flog die lebensgefährliche Fahrt auf. Am Hauptbahnhof flüchteten die Jugendlichen zunächst. Doch die Bundespolizei wertete Videoaufnahmen aus und stellte beide wenig später am Bahnsteig 8.
Alkohol, Kokain und Graffiti-Videos
Auf der Wache folgten weitere Entdeckungen. Der 19-Jährige hatte 1,24 Promille Alkohol im Atem. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain. Beide waren bereits mehrfach polizeilich aufgefallen. Unter anderem wegen Betrugs und Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Sprengstoffgesetz.
Auf ihren Handys fanden die Beamten außerdem Videos von weiteren Straftaten, darunter Graffiti-Sprühereien. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten sie die Geräte. Anschließend übergaben die Polizisten den 14-Jährigen an seine Erziehungsberechtigten. Der Ältere kam auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an.
