- Der Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig dauert Jahre. Zwischen Chemnitz und Geithain soll die Hauptbauphase erst 2032 beginnen.
Bahnstrecke nach Leipzig: Baustart nicht vor 2032
Auf der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig sollen künftig mehr Züge rollen, schneller und zuverlässiger. Doch bis die Bagger anrücken, vergeht noch viel Zeit. Der eigentliche Ausbau zwischen Chemnitz und Geithain kann nach derzeitiger Planung frühestens 2032 beginnen. Bis dahin laufen Planung und Genehmigungen.
Bahn reicht Pläne ein
Ein Schritt ist jetzt geschafft. Die Deutsche Bahn hat die Genehmigungsunterlagen für den Abschnitt Geithain–Narsdorf beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Damit beginnt dort das formelle Verfahren. Die drei weiteren Teilstücke sollen folgen: Narsdorf–Himmelhartha Anfang 2027, Himmelhartha–Burgstädt sowie Burgstädt–Chemnitz im Jahr 2028.
Bis 2031 soll für alle vier Abschnitte Baurecht vorliegen. Dann könnten erste vorbereitende Arbeiten starten. Die Hauptbauphase ist für 2032 vorgesehen.
600 Millionen Euro für 37 Kilometer
Allein der Abschnitt zwischen Geithain und Chemnitz ist rund 37 Kilometer lang und soll etwa 600 Millionen Euro kosten. Die Bahn will die komplette Strecke elektrifizieren und größtenteils ein zweites Gleis bauen. Bahnhöfe und Haltepunkte werden modernisiert, Bahnübergänge angepasst sowie Signal- und Sicherungstechnik erneuert.
Die Liste der geplanten Arbeiten ist lang: Sechs Bahnhöfe, vier Haltepunkte und 16 Bahnsteige sollen neu gebaut oder erweitert werden. Dazu kommen 30 Eisenbahnbrücken, sechs Straßenbrücken und sechs Bahnübergänge. Geplant sind außerdem rund 77 Kilometer neue Oberleitung, etwa 30 Kilometer neues Gleis und 35 Weichen. Auch die Stellwerkstechnik wird umgebaut.
Auch Richtung Leipzig dauert es noch
Damit ist aber erst der südliche Teil der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig abgedeckt. Für den weiteren Ausbau zwischen Geithain und Leipzig werden fast 700 Millionen Euro veranschlagt. Dort laufen zunächst noch die Vorplanungen. Sie sollen erst Ende 2027 abgeschlossen sein.
Die Finanzierung des Südabschnitts kommt aus mehreren Töpfen. Die Planung für das zweite Gleis trägt zunächst der Freistaat Sachsen, die Elektrifizierung wird in dieser Phase über das Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert. Für den späteren Bau sollen Bundesmittel eingesetzt werden.
