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Augenkrebs: Chemnitz hat bundsweit eines von drei Spezialteams

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Erst verschwimmt das Bild, im schlimmsten Fall droht die Erblindung. Augenkrebs kann Menschen das Augenlicht rauben. Am Klinikum Chemnitz kämpfen jetzt Spezialisten gemeinsam gegen die gefährliche Krankheit. Und damit gehört die Stadt zu einem kleinen Kreis in Deutschland. 

Jetzt arbeitet am Klinikum Chemnitz ein neues Spezialistenteam für Augenkrebs. Es ist erst das dritte dieser Art bundesweit. Die Ärzte wollen bösartige Tumoren gezielter behandeln und dabei möglichst viel Sehkraft erhalten. Denn das ist die große Herausforderung. Der Krebs muss bekämpft werden, ohne das empfindliche Auge unnötig zu schädigen.

Augenlicht retten – das ist das Ziel

„Die Diagnose und die Therapie von Augenkrebs gehören deshalb in die Hände von Spezialisten“, sagt Dr. Olga Furashova, Chefärztin der Augenklinik und Leiterin des neuen Teams im Klinikum Chemnitz. Sie warnt davor, die Erkrankung zu unterschätzen. Tumoren können das Sehvermögen stark beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall verlieren Betroffene ihre Sehkraft vollständig.

Besonders schwierig ist die Bestrahlung. Sie soll Krebszellen zerstören, gleichzeitig aber gesunde Bereiche wie Netzhaut und Sehnerv möglichst schonen.

Was Augenkrebs mit schwarzem Hautkrebs verbindet

Mehr, als viele vermuten! Manche bösartigen Augentumoren ähneln dem schwarzen Hautkrebs. Beide können aus pigmentbildenden Zellen entstehen und bestimmte genetische Eigenschaften teilen.

Deshalb arbeiten die Chemnitzer Augenärzte und Strahlentherapeuten jetzt eng mit Hautspezialisten des DRK Krankenhauses Rabenstein zusammen. Für das Klinikum ist es die erste Spezialversorgung dieser Art, die gemeinsam mit einem anderen Krankenhaus betrieben wird.

Behandlung ohne langen Klinikaufenthalt

Das neue Angebot heißt ambulante spezialfachärztliche Versorgung, kurz ASV. Der sperrige Begriff steht für eine einfache Idee. Statt Patienten zwischen verschiedenen Fachärzten hin- und herzuschicken, stimmen die Spezialisten ihre Arbeit miteinander ab. Behandelt werden Erwachsene mit bestimmten Augentumoren, die eine Bestrahlung oder medikamentöse Krebstherapie benötigen. Die Patienten können anschließend wieder nach Hause. Sollte sich ihr Gesundheitszustand verschlechtern, ist eine Aufnahme ins Krankenhaus möglich.